Las Vegas auf Teneriffa: Weiler, Wege und kanarisches Erbe

File:Las Vegas. Granadilla de Abona..jpg File:Las Vegas. Granadilla de Abona..jpg Foto: Javiersanp via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Ein kanarischer Weiler mit eigener Geschichte

Las Vegas bewahrt den Charakter eines traditionellen kanarischen Weilers sowie ethnografisches und historisches Erbe. Las Vegas gilt als ältester Siedlungskern der Gemeinde Granadilla de Abona. Nach der Eroberung Teneriffas war Las Vegas der Ort der ersten kolonialen Ansiedlung in der Region Abona.

Von der Einsiedelei zu den Vegas

Der historische, emblematische Weiler Las Vegas entstand in der Kolonialzeit rund um die Einsiedelei Nuestra Señora de La Esperanza. Die Einsiedelei bewahrt mehrere architektonisch interessante Elemente. Die namensgebenden Vegas sind fruchtbare, ebene Böden, in denen sich das Regenwasser regelmäßig sammelt und die sich dadurch gut für den Anbau eignen. Kanäle beziehungsweise Tajeas leiteten das Wasser durch Schwerkraft vom Hauptkanal zu tiefer gelegenen Grundstücken und steigerten die Produktivität der Kulturen.

Wege mit historischen Spuren

Der PR-TF 83.4 Camino Real Granadilla-Las Vegas verbindet das Stadtzentrum von Granadilla mit Las Vegas. Der PR-TF 83.4 weist originale gepflasterte Abschnitte sowie religiöse Zeugnisse wie Kreuze und Kalvarienberge auf.

Der kurze Rundweg PR-TF 83.2 Circular de Las Vegas ermöglicht die Erkundung des Weilers Las Vegas. Der PR-TF 83.5 Las Vegas–Los Hibrones–La Abejera beginnt neben der Einsiedelei Nuestra Señora de La Esperanza in Las Vegas. Der Rundweg PR-TF 83.3 führt zunächst über den Camino Real del Sur und kehrt anschließend nach Las Vegas zurück.

Aufstieg durch Kulturland und Kiefernwald

Der PR-TF 83.1 verbindet Las Vegas mit Los Escurriales, einer Gegend mit dem volkstümlichen Namen Paisaje Lunar. In Las Vegas beginnt der PR-TF 83.1 in der Calle Guajara, steigt kontinuierlich in nordwestlicher Richtung an und mündet anschließend in den PR-TF 83 zum Paisaje Lunar. Der PR-TF 83.1 führt durch Kulturland und Kiefernwald und verläuft anschließend parallel zu einem Lavastrom bis zum Fuß des Risco del Muerto.

Festtag und gemeinschaftliche Form

Zur kulturellen Prägung gehört die Danza de Varas de Las Vegas, ein ritueller Tanz, der mit dem 26. Juli in Las Vegas auf Teneriffas Südseite verbunden ist. An der Danza de Varas de Las Vegas nehmen sieben Tänzer teil, die durch mit farbigem Papier bekleidete Palmstäbe verbunden sind. Früher wurde die Danza de Varas de Las Vegas von Saiteninstrumenten begleitet und zog an einem Tag im Jahr gemeinsam mit den Einwohnern und ehemaligen Bewohnern durch den Weiler.

Erinnerung an frühere Waldnutzung

Entlang des PR-TF 83.3 gilt die frühere Waldnutzung durch Anwohner als Selbstversorgungsaktivität, die bis in die 1980er-Jahre andauerte.

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