Las Cañadas del Teide: Vulkanlandschaft, Wege und Geschichte

File:Parador de Las Cañadas del Teide y Ermita de Nuestra Señora de las Nieves.Tenerife. Illas Canarias eue-22.jpg File:Parador de Las Cañadas del Teide y Ermita de Nuestra Señora de las Nieves.Tenerife. Illas Canarias eue-22.jpg Foto: Lmbuga (Luis Miguel Bugallo Sánchez) via Source, CC BY-SA 4.0

Las Cañadas del Teide zeigt Teneriffa als Hochgebirgslandschaft aus Vulkangeschichte, markanten Felsformationen und kulturellen Spuren. Die gewaltige vulkanische Senke entstand aus einer uralten Caldera und hat einen Umfang von etwa 45 Kilometern. Der Nationalpark Teide umfasst eine Landschaft, die von der zerklüfteten Steilwand von Las Cañadas und dem Stratovulkan Teide-Pico Viejo geprägt ist.

Vulkanische Formen und weite Aussichten

Der Talkessel von Las Cañadas besteht aus zwei Halbcalderen, die durch die felsige Formation Roques de García voneinander getrennt sind. Im Llano de Ucanca liegt die größte Cañada des Nationalparks. Von dort sehen Sie den Teide, den Pico Viejo, die Roques de García und den Basaltfelsen La Catedral, der sich fast senkrecht 144 Meter über die Ebene erhebt. Am Krater des Pico Viejo eröffnet sich ein naher Blick in einen etwa 800 Meter breiten und rund 200 Meter tiefen Krater.

Mehrere Aussichtspunkte machen die geologische Vielfalt von Las Cañadas unmittelbar sichtbar. Vom Aussichtspunkt Narices del Teide blicken Sie auf die Eruption von 1798 am Hang des Pico Viejo, die letzte vulkanische Eruption innerhalb des Nationalparks Teide. Die Zapatilla de la Reina ist ein Aussichtspunkt auf eine markante, durch Erosion geformte geologische Felsformation. Vom Alto de Guajara reicht der Blick weit über die Caldera von Las Cañadas. Der höchste Punkt des Weges Arenas Negras bietet einen Panoramablick auf den Nationalpark Teide und den Llano de Maja.

Wandern zwischen Lava und Caldera

Der Nationalpark Teide verfügt über ein Netz von 37 Wanderwegen mit einer Gesamtlänge von mehr als 155 Kilometern. Siete Cañadas ist ein Abschnitt des prähispanischen Camino de Chasna und verläuft am Fuß der östlichen Wand der Caldera von Las Cañadas. Der Weg Montaña Blanca–La Rambleta führt über junge schwarze Lavaströme und an vulkanischen Akkretionskugeln vorbei, die als „Los Huevos del Teide“ bekannt sind.

Der barrierearme Abschnitt des Weges Roques de García führt etwas mehr als 200 Meter weit zu einem Ort mit Blick auf den Roque Cinchado, die Felsformation Roques de García, den Teide und die Wand des Talkessels von Las Cañadas. Die Wege zum Mirador de La Fortaleza und zum Mirador de Pico Viejo sind frei zugänglich und bieten Panoramablicke auf die Nord- beziehungsweise Südseite Teneriffas.

Pflanzenwelt und Sternforschung

In den Ebenen von Las Cañadas wächst in steinigen Bereichen oberhalb von 2.500 Metern das endemische Teide-Veilchen. Der blaue und der rote Tajinaste sind auf die Gipfelregionen beschränkt. Am Weg Telesforo Bravo befinden sich im Umfeld der Fumarolen endemische Teide-Borriza-Pflanzen, die mit der Feuchtigkeit und Wärme der Fumarolen verbunden sind.

Das Observatorio del Teide ist bevorzugt der Sonnenforschung gewidmet und beherbergt europäische Sonnenteleskope wie das 1,5 Meter große GREGOR. Privatpersonen und Gruppen können nach vorheriger Reservierung an einer geführten Besichtigung des Observatorio del Teide teilnehmen. Die Seilbahn Teleférico del Teide verfügt über eine Talstation und eine Bergstation in La Rambleta auf 3.555 Metern Höhe.

Guanchen, Hirten und Astronomiegeschichte

Las Cañadas bewahrt Zeugnisse der sommerlichen Weidewirtschaft der Guanchen und der Gewinnung von Obsidian, darunter die Überreste guanchischer Hütten. Die Guanchen nannten den Teide „Echeyde“ und verehrten ihn als heiligen Berg. Das Museo Etnográfico Juan Évora zeigt die traditionelle Lebensweise der Hirten in Las Cañadas.

Auf dem Gipfel des Alto de Guajara sind die Reste der Hütte erhalten, die der französische Astronom Jean Mascart während seines Aufenthalts auf diesem Gipfel zur Untersuchung des Halleyschen Kometen bei dessen Vorbeiflug nahe der Erde im Jahr 1910 nutzte. Das Besucherzentrum Cañada Blanca vermittelt die Entwicklung der Lebensweisen in Las Cañadas von der Vorgeschichte bis zur Neuzeit und umfasst eine Aussichtsterrasse mit Landschaftsmodell.

Besucherzentren und Anreisebezüge

Das Besucherzentrum El Portillo verfügt über ein Museum zu den geologischen, botanischen, zoologischen und archäologischen Besonderheiten des Nationalparks. Der Botanische Garten neben dem Besucherzentrum El Portillo umfasst mehr als 75 Prozent der Arten des Nationalparks. Siete Cañadas kann an seinem Anfang oder Ende mit dem Bus verbunden werden, da es am Portillo und am Parador Nacional Haltestellen gibt.

Der Nationalpark Teide ist mit dem Bus vom Puerto de la Cruz mit der Linie 348 und von Costa Adeje mit der Linie 342 erreichbar. Weitere Ziele auf Teneriffa können Sie hier entdecken: La Zarza, La Guancha, Guaza, Golf Del Sur, Fasnia, Tacoronte, Juan Fernández und El Rio.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teneriffa.

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