Masdache: Weinbau, Vulkanlandschaft und kanarische Traditionen
File:Tías - Masdache - LZ-58 - Aeonium lancerottense 01 ies.jpg
Foto: Frank Vincentz via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Masdache auf Lanzarote verbindet Vulkanlandschaft, Weinbau und ländliche Kultur. Der Ort erstreckt sich über Lavaströme aus den Vulkanausbrüchen von 1730 bis 1736 und ist zugleich eine Weinbauzone zwischen den Gemeinden Tías und San Bartolomé. So liegen hier geologischer Wandel, Landwirtschaft und überlieferte Ortsgeschichte eng beieinander. Wer eine Destination nach ihren konkreten regionalen Themen auswählt, findet in Masdache deshalb mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Ländliche Spuren zwischen Lavafeldern
Masdache bewahrt traditionelle ländliche Architektur und Anlagen zur Wassergewinnung, darunter Maretas, Aljibes und Alcogidas. Die Bauformen und diese Anlagen ergänzen das Bild der Lavafelder um die Spuren des ländlichen Lebens.
La Geria und die Vulkanlandschaft
Nahe Masdache liegt das Paisaje Protegido de La Geria. Das geschützte Landschaftsgebiet umfasst 5.255,4 Hektar und hat den Status eines Vogelschutzgebiets (ZEPA). Ebenfalls in der Nähe liegt der Parque Natural de los Volcanes. Beide Landschaftsräume gehören damit zu den markanten geografischen Bezügen rund um Masdache.
Weinbau mit eigener Form
In der Weinbauzone Masdache wird beim Anbau hauptsächlich das Grubensystem verwendet. Halbkreisförmige Steinmauern schützen die Rebstöcke vor dem Wind. Außerdem gibt es in Masdache berühmte Weinkellereien, die seit mehreren Jahrhunderten bestehen. Grubensystem, Mauern und Kellereien zeigen den Weinbau hier in verschiedenen, miteinander verbundenen Formen.
Finca Testeina und Weinbaugeschichte
Finca Testeina ist ein Herrenhaus, das auch als Weinkellerei diente. Die ersten dokumentierten Hinweise auf Finca Testeina reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. In Finca Testeina im geschützten Landschaftsgebiet Paisaje Protegido de La Geria hat Bodegas Vega de Yuco ein Enotourismusprojekt begonnen.
Feste zu Ehren der Landwirtschaft
Im Juli werden in Masdache die Fiestas de Nuestra Señora de la Magdalena gefeiert; der Festtag ist der 22. Juli. Zu den Feiern gehört die Romería homenaje al labrador de Masdache zu Ehren des örtlichen Bauern. Die Teilnehmenden stellen dar, von der Feldarbeit zurückzukehren, und führen landwirtschaftliche Geräte sowie Tiere mit. Bei der Romería werden handgemachtes Brot aus dem Hausofen, caldo de millo, papas arrugadas mit Käse und frisch gelesene Trauben geteilt.
Die Verbena de la Vendimia
Im Rahmen der Fiestas de La Magdalena findet außerdem die traditionelle Verbena de la Vendimia statt. Die Teilnehmenden sind eingeladen, kreative Hüte mit Bezug zur Weinlese zu tragen. Der beste Hut mit Bezug zur Weinlese erhält als Preis sein Gewicht in Wein. So greift das Fest den Weinbau in einer spielerischen Tradition auf.
Räumliche Orientierung
Zum Verkehrsnetz des Paisaje Protegido de La Geria gehört die Straße LZ-58 zwischen Masdache und La Vegueta. Sie ist damit ein konkreter Bezugspunkt für die räumliche Einordnung der Landschaft.
Weitere Orte: Macher, Puerto Del Carmen, Conil, La Asomada
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tías.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
