Conil auf Lanzarote: Landschaft, Geschichte und Wanderwege
Conil liegt in der geschützten Landschaft La Geria und ist eine von sieben Siedlungen innerhalb dieses Gebiets. In der Landschaft, in der der Ort liegt, werden Weinreben und andere Obstbäume in Mulden kultiviert, die in den Lapilli gegraben sind. Halbkreisförmige Steinmauern schützen die Pflanzen vor dem Wind. Die Landschaft verbindet dabei die in Lapilli gegrabenen Mulden der Weinreben und Obstbäume mit den halbkreisförmigen Mauern als Windschutz. Conil gilt als Aussichtspunkt, von dem aus sich die Landschaft von La Geria bis nach Fuerteventura überblicken lässt.
Geschichte und Baukultur
Conil wurde erstmals 1618 dokumentiert, als der Ort als Ackerland von ungefähr dreißig Fanegas beschrieben wurde. Bei den Timanfaya-Ausbrüchen ab 1730 gehörte Conil zu den betroffenen Orten und wurde teilweise von Sand und Geröll verschüttet; damals hatte der Ort 17 Einwohner. In Conil gibt es zahlreiche Gebäude mit traditioneller Architektur von Lanzarote.
Zu den religiösen Bauwerken gehört die Ermita de la Magdalena, eine kleine private, einschiffige Kapelle aus dem 17. Jahrhundert. Sie ist an das Wohnhaus ihrer früheren Eigentümer angebaut. Die Ermita del Sagrado Corazón de Jesús wurde 1863 von Mariano Stinga und Andrea Rodríguez errichtet. Auf ihrem Altar hängen ein anonymes Gemälde des Heiligsten Herzens Jesu und ein Kruzifix aus Pappmaché. Das Casinito de Conil ist eine ethnografisch wertvolle Struktur mit zwei Räumen. Früher fanden dort die Festtänze und das Spiel La Santa statt; sein Erhaltungszustand ist durchschnittlich.
Wanderwege und Vulkanlandschaft
Eine Vereda de Conil verbindet den Ort mit Tías. Außerdem liegt Conil beiderseits der Straße, die von Tías nach La Geria führt. Der Wanderweg Conil–Montaña Negra ist eine lineare Route mit niedrigem Schwierigkeitsgrad und verläuft von der Plaza de Conil bis zur Montaña Negra. In Conil beginnt er neben der Kirche und dem Centro Cultural. Der Verlauf verbindet dabei den Ortsbereich mit Weinbergen, der archäologischen Fundstätte und dem Lavastrom am Westhang.
Auf seinem Verlauf führt der Weg durch das Weingut El Taro de Testeina. Auf dessen Gelände befindet sich eine oberirdische archäologische Fundstätte mit einer halbkreisförmigen Struktur aus übereinandergeschichteten Steinen, die sich bis zu einem Dach emporwölbt. Anschließend führt der Wanderweg durch Weinberge und erreicht am Westhang der Montaña de Testeina einen vulkanischen Lavastrom. Alte Steinmauern unter den Lavaströmen bei El Taro de Testeina deuten darauf hin, dass dort bereits vor den Ausbrüchen des 18. Jahrhunderts Bauwerke bestanden. Auch auf der Montaña de Conil gibt es Wanderwege.
Kulinarik und Feste
In den Restaurants von Conil gehören typische kanarische Speisen zum Angebot. In der zweiten Julihälfte werden Feste zu Ehren Unserer Lieben Frau von La Magdalena und des Heiligsten Herzens Jesu gefeiert.
Zum selben Zielbereich gehören außerdem Macher, Masdache, La Asomada und Puerto Del Carmen.
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