Haría: Kultur, Feste und Wege

File:Haria - Phoenix canariensis 01.jpg File:Haria - Phoenix canariensis 01.jpg Foto: H. Zell via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Kultur und Geschichte

Im malerischen Dorf Haría befindet sich das César Manrique House Museum in einem Palmenhain. Das Wohnhausmuseum wurde 2013 für die Öffentlichkeit geöffnet. Besucher können dort die Räume und das Atelier besichtigen, in denen der Maler in den letzten Jahren seines Lebens arbeitete und lebte. Palmenhain, Wohnräume und Atelier verbinden sich dabei an einem Ort, der eng mit César Manriques Lebens- und Arbeitswelt verbunden ist.

Das Museo de Arte Sacro Popular de Haría bewahrt religiöse Bildwerke aus der ehemaligen Iglesia de Nuestra Señora de la Encarnación de Haría. Die Iglesia de Nuestra Señora de La Encarnación ist für ihre Geschichte und religiösen Kunstwerke bekannt, darunter Bilder, religiöse Gemälde, Monstranzen und Kelche. Der historische Ortskern von Haría umfasst die heutigen Grenzen des Bien de Interés Cultural. Museum, Kirche und Ortskern bilden damit unterschiedliche kulturelle Bezugspunkte innerhalb Harías.

Lokales Leben

Haría Artesanal findet jeden Samstag von 10:00 bis 14:30 Uhr auf der Plaza de Haría statt. Der Markt präsentiert Kunsthandwerk aus pírgano, Palmfasern und palmito, darunter Korbflechtarbeiten, rosetas, Stickereien, Puppen und Keramik. Angeboten werden außerdem lokale Käsesorten, Obst, ökologisch angebautes Gemüse und Gebäck. Auf der Plaza treffen so handwerkliche Arbeiten und regionale Lebensmittel in einem regelmäßigen Marktgeschehen zusammen.

Feste

Die San-Juan-Feierlichkeiten enden am 24. Juni mit einer Messe zu Ehren von San Juan Bautista in der Iglesia de Nuestra Señora de La Encarnación und einer anschließenden Prozession durch Haría. Zu Harías San-Juan-Fiestas gehören das Festival Folclórico Malpaís de la Corona und eine XXX. Romería zu Ehren von San Juan Bautista. Zur Noche del Fuego gehören die Quema de Facundo, die Danza del Fuego, ein Feuerwerk und eine öffentliche Tanzveranstaltung. Messe, Prozession, Folklore, Romería und Feuer gehören damit zu den verschiedenen Formen, in denen die Feierlichkeiten im Ort stattfinden.

Wandern und Radfahren

Die offizielle Wander-Website der Gemeinde Haría führt bis zu 27 verschiedene Routen in den Kategorien Wandern, Trailrunning und Mountainbike. Für die einzelnen Routen stehen Entfernungen und geschätzte Dauer bereit. Die Übersicht umfasst damit sowohl Wander- als auch Lauf- und Mountainbike-Strecken.

Der Wanderweg Haría–Máguez verbindet Haría und Máguez über den Volcán de la Atalaya. Vom Gipfel der Atalaya bietet die Route Ausblicke über den Nordosten Lanzarotes. Die Route Haría–Bosquecillo eröffnet Ausblicke auf das Chinijo-Archipel, das Tal von Haría und die nordöstliche Küste Lanzarotes. Beide Routen verbinden Haría mit markanten Landschaftsräumen im Norden und Nordosten der Insel.

Die als anspruchsvoll eingestufte Fahrradroute Recorrido Haría führt von der Plaza ayuntamiento Haría zum Barranco Rincón de la Paja; 95 % der Strecke verlaufen auf unbefestigtem Untergrund.

Ortsbild

Der Mirador de Haría wurde nach jahrzehntelangem Leerstand seiner Anlagen wieder in Betrieb genommen. Im Rahmen der vorgesehenen Maßnahmen soll die Plaza de Haría in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild als zentrale Rambla wiederhergestellt und ihr einzigartiger Fußgängercharakter beibehalten werden. Der Aussichtspunkt und die Plaza stehen damit jeweils für einen eigenen Aspekt des Ortsbilds und seiner weiteren Entwicklung.

Weitere Orte

Zu den weiteren Orten gehören Tabayesco, Ye, Punta De Mujeres, Charco Del Palo, Orzola, Mala, Arrieta und Guinate.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lanzarote.

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