Villaverde: Vulkane, Natur und lebendige Kultur
Unterkünfte in Villaverde
Villaverde zwischen Vulkantunnel und Kulturdenkmal
Villaverde verbindet markante Zeugnisse der Inselgeschichte mit vulkanisch geprägten Landschaften. Die Cueva de Villaverde ist ein landesweit als historisch-künstlerisches Denkmal ausgewiesenes Monument. Zugleich handelt es sich um einen etwa 190 Meter langen Vulkantunnel. Damit begegnen Sie in Villaverde einem Ort, an dem die geologische Entstehung Fuerteventuras und die kulturhistorische Bedeutung desselben Schauplatzes unmittelbar zusammengehören.
Ein weiteres prägendes Bauwerk ist die Ermita de San Vicente Ferrer. Sie ist in Villaverde als Bien de Interés Cultural (BIC) mit der Kategorie eines Monuments geschützt und besitzt ein rechteckiges Kirchenschiff. Möglicherweise wurde die Kapelle im 18. Jahrhundert errichtet. Die geschützte Einstufung, die Bauform und die nicht vollständig gesicherte Datierung eröffnen bei der Betrachtung unterschiedliche Ebenen: Sie können sowohl auf den architektonischen Aufbau als auch auf die lange Geschichte des Ortes achten.
Auch das religiöse Brauchtum bleibt in Villaverde sichtbar. Die Fiestas de Villaverde zu Ehren von San Vicente Ferrer finden jeden April in Villaverde, La Oliva, statt. Zu ihnen gehören ein Gottesdienst, eine Prozession und ein großes gemeinschaftliches Grillfest. Für Ihre Reiseplanung ist der April der Zeitraum, in dem diese Feste stattfinden.
Vulkanlandschaft und Naturdenkmal
Das Malpaís de La Arena liegt zwischen La Oliva, Lajares und Villaverde auf der Insel Fuerteventura. Es umfasst fast 900 Hektar Malpaís mit einem besonderen Ökosystem aus Flora und Fauna.
Malpaís de La Arena wurde durch das kanarische Gesetz 12/1994 vom 19. Dezember 1994 als Naturdenkmal neu eingestuft. Wer sich für die Entstehung und Bewahrung vulkanischer Räume interessiert, findet hier deshalb zwei miteinander verbundene Betrachtungspunkte: die sichtbare Struktur des Malpaís und seine Einstufung als Naturdenkmal.
Im Zentrum von Villaverde erhebt sich die Montaña Escanfraga als großer Vulkan. Sie erreicht eine Höhe von 649 Metern und setzt einen deutlich benennbaren topografischen Akzent im Ort. Gemeinsam mit dem Malpaís de La Arena entsteht so ein Landschaftsbild, in dem einzelne Vulkane und ausgedehnte Lavaflächen nebeneinander stehen. Unterschiedliche Formen und Größen helfen dabei, die vulkanische Prägung Fuerteventuras während eigener Beobachtungen genauer zu unterscheiden.
Rundweg mit saisonalen Einschränkungen
Der Rundweg um den Volcán de la Arena bietet Ausblicke auf die Nordwestküste und auf beeindruckende Lavafelder. Einige Abschnitte des Weges um den Volcán de la Arena sind wegen der Brutzeit von Februar bis Juli gesperrt. Für die Etappenplanung ist diese zeitliche Einschränkung ein wichtiger Bestandteil der Wegbeschreibung. Zugleich zeigen Küstenblicke und Lavafelder, welche unterschiedlichen Landschaftsmotive mit demselben Rundweg verbunden sind.
Weitere Orte auf Fuerteventura: Parque Holandes, Cotillo, Corralejo, Lajares.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: La Oliva.