Tindaya: Montaña, Felskunst und Wanderwege auf Fuerteventura
Unterkünfte in Tindaya
Montaña de Tindaya: Landschaft und Felskunst
Im Mittelpunkt von Tindaya steht die Montaña de Tindaya. Der 400,48 Meter hohe trachytische Vulkanschlot erhebt sich aus der Ebene Llano de Esquinzo und ist seit 1994 als Naturdenkmal geschützt. An der Montaña verbinden sich damit eine klar erkennbare vulkanische Form und ein bedeutender kultureller Bezug.
File:La Oliva Tindaya - Calle Virgen de la Caridad - Ermita de Nuestra Señora de la Caridad 03 ies.jpg
Foto: Frank Vincentz via Source, CC BY-SA 3.0
An der Montaña de Tindaya befinden sich insgesamt 111 Felsgravuren mit ungefähr 244 Podomorphen und acht linienförmigen Einschnitten. Die Gravuren konzentrieren sich überwiegend in der Nähe des Gipfels; zwei liegen am südlichen Bergrücken. Wer sich für die Felskunst interessiert, findet hier also sowohl den Gipfelbereich als auch einen ausdrücklich benannten südlichen Rücken als Teil dieses Themas.
Für Besuche des Naturdenkmals Montaña de Tindaya gilt gemäß Resolution CAB/2019/6143 vom 30. Dezember 2019 eine Schließung.
Kultur in Tindaya
Die Casa Alta de Tindaya ist ein traditionelles majorerisches Bürgerhaus und beherbergt Ausstellungs- und Interpretationsbereiche zu den Werten der Montaña de Tindaya und ihrer Umgebung. Das Gebäude führt damit ein konkretes Bauwerk und die Themen des Berges in einem kulturellen Ort zusammen.
Die Ermita de Nuestra Señora de la Caridad wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet; eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1765. Ihre Baugeschichte gibt der Ortskultur einen klaren zeitlichen Bezug.
Die Fiestas zu Ehren der Virgen de la Caridad in Tindaya gipfeln in einer religiösen Prozession. Der Höhepunkt dieser Feier ist damit ausdrücklich religiös geprägt.
Wanderwege durch vulkanische Landschaften
Die Etappe 3 des Camino Natural von La Oliva nach Tefía führt durch das Dorf Tindaya und weiter zur Montaña Quemada und nach Tefía. Auf dieser Etappe erreicht die Route den Fuß der Montaña de Tindaya; dort beginnt ein Weg, der den Berg hinaufführt. Für die Orientierung auf einer Wanderung sind damit sowohl der Ortsdurchgang als auch der benannte Bergabschnitt festgelegt.
Nach dem Verlassen von Tindaya führt die Etappe 3 durch das vulkanische Malpaís del Sobaco zur Montaña Quemada. Der Landschaftsname bezeichnet dabei einen eigenständigen Abschnitt innerhalb dieses Etappenverlaufs.
Der Wanderweg PR FV 9 beginnt an der Ermita de Nuestra Señora de la Caridad in Tindaya und führt in die Geschützte Landschaft Vallebrón. Dort können Wandernde die für Fuerteventura charakteristischen messerscharfen Bergrücken sehen. Der PR FV 9 durchquert außerdem das Tal zwischen der Montaña de Enmedio und dem Morro de Tabaiba; an deren Hang sind ausgeprägte Tabaibal-Formationen (Euphorbia sp.) zu sehen.
Die Route Vallebrón beginnt in Tindaya und endet in Tefía. Für Ihre Wegeplanung steht damit ein weiterer klar benannter Verlauf mit Ausgangspunkt und Zielort zur Verfügung.
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