Poio: Kloster, Küste und Inselblicke in Galicien
Unterkünfte in Poio
Poio verbindet historische Zeugnisse mit Küstenlandschaften, Inselblicken und Wegen durch eine vielseitige Kulturlandschaft. Besonders prägend ist das Kloster San Xoán de Poio, das 1971 zum historisch-künstlerischen Denkmal erklärt wurde. Sein Getreidespeicher ist 123 Meter lang und gehört zu den größten Beispielen dieser Art in Galicien. Damit beginnt die Erkundung Poios bei einem Bauwerk, dessen Dimension ebenso auffällt wie seine geschichtliche Bedeutung.
Kloster und traditionelle Architektur
In Combarro zeigt sich ein anderer Aspekt des galicischen Kulturerbes. Der Ort gehört zu den galicischen Fischerdörfern mit am besten erhaltener traditioneller Architektur und wurde 1972 zur kunsthistorisch-malerischen Gesamtanlage erklärt. In Combarro sind sieben steinerne Kreuze, sogenannte Cruceiros, erhalten, die zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert errichtet wurden. Außerdem gibt es dort etwa 60 Hórreos, von denen die Hälfte entlang der Küste steht. Die Verbindung aus Fischerort, Steinarchitektur und Küstenlinie macht Combarro zu einem eigenständigen Besichtigungsschwerpunkt innerhalb der Poio-Erkundung.
Tambo: Insel, Geschichte und Meeresvögel
Die Insel Tambo lässt sich nur in begrenzten Gruppen mit Führung besuchen. Der Zugang erfolgt ausschließlich über den Anleger; erforderlich sind eine Zugangsgenehmigung und ein Ticket für eine organisierte Bootsfahrt ab dem Hafen von Combarro. Der Besuch dauert etwa 2,5 bis 3 Stunden und umfasst eine Strecke von ungefähr 2 Kilometern. Auf Tambo sind als Zeugnisse der Vergangenheit die Ruinen eines Lazaretts und die Kirche San Miguel mit ihrer Quelle zu sehen. Zugleich ist die Insel ein geeigneter Naturstandort zur Beobachtung von Meeresvögeln, darunter Kormorane, Graureiher und Eisvögel.
Höhenblick und Spuren der Bronzezeit
Für den Blick über die Ría de Pontevedra führt die Aufmerksamkeit hinauf zum Aussichtspunkt am Monte Castrove. Er liegt auf 613 Metern über dem Meeresspiegel und bietet Ausblicke auf Pontevedra, Marín, die Insel Tambo, die gesamte Nordküste der Ría de Pontevedra und die Insel Ons. Einen zeitlich weit zurückreichenden Kontrast bildet das Archäologische Gebiet A Caeira: Es umfasst acht Granitfelsen mit Gravuren aus der Bronzezeit, die etwa 4.000 Jahre alt sind.
Karte, Bäume und ein Rundweg
Im Casa Museo de Colón ist eine maßstabsgetreue Replik der im Jahr 1500 von Juan de La Cosa gezeichneten Seekarte ausgestellt; sie misst 93 × 183 Zentimeter. Das Museum stellt außerdem die verschiedenen Hypothesen zur galicischen Herkunft von Kolumbus vor. Einen ganz anderen Akzent setzt der Bosque de Colón mit einer 1992 angelegten Pflanzung von 500 kalifornischen Küstenmammutbäumen (Sequoia sempervirens). Wer historische und landschaftliche Eindrücke verbinden möchte, findet mit dem Rundweg „Entre ríos y molinos“ zudem eine Strecke, die an neun Mühlen vorbeiführt; sieben davon sind restauriert.
Orientierung entlang der PO-308
Die Küstenstraße PO-308 beginnt in Ponte da Barca (Pontevedra), führt durch Poio und verläuft in Richtung Sanxenxo, O Grove und A Toxa. Diese Linienführung ordnet die genannten Kultur- und Landschaftspunkte in den größeren Küstenraum ein, ohne Poio auf nur eine Sehenswürdigkeit zu reduzieren. Weitere Ortsnamen in der Poio-Navigation sind Tarrio und Chancelas.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pontevedra.
Weitere Reiseziele
Weitere Orte unter demselben Reiseziel: