San Martín de Trevejo: A Fala, Geschichte und Sierra de Gata
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Foto: Axel Cotón Gutiérrez via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Sprache und frühe Spuren
San Martín de Trevejo gehört seit 2019 der Asociación Los pueblos más bonitos de España an. Der Ort gehört zu den drei Orten, in denen A Fala, die immaterielle Kulturerbesprache des Xálima-Tals, gesprochen wird; die beiden anderen sind Eljas und Valverde del Fresno. 2001 erklärte die Junta de Extremadura A Fala zum Bien de Interés Cultural. Zu den frühesten Zeugnissen menschlicher Präsenz in der Sierra de Gata zählen die verzierten Stelen von San Martín de Trevejo.
Historisches Ortsbild
Das Conjunto de San Martín de Trevejo ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Conjunto Histórico anerkannt; die Auszeichnung erfolgte wegen der guten Erhaltung seiner Architektur. Das historische Ortsensemble umfasst Häuser mit mindestens zwei Geschossen, einem meist steinernen Erdgeschoss oder Keller, in dem Vieh gehalten wurde. Die oberen Geschosse ruhen auf einem Gefüge aus Holz und Lehm; häufig gibt es steinerne Sitzbänke und Herrenhäuser mit Wappen.
Im Zentrum des Ortes steht die dreischiffige Pfarrkirche San Martín de Tours. Sie bewahrt drei Gemälde des aus Badajoz stammenden Malers Luis de Morales, genannt El Divino, aus dem 16. Jahrhundert. An der Plaza Mayor trägt der Glockenturm ein kaiserliches Wappen; Arkaden säumen den Platz, in dessen Mitte ein Brunnen beziehungsweise ein pilón steht.
Das Convento de San Miguel wurde der Überlieferung zufolge auf Empfehlung des heiligen Franz von Assisi gegründet. 1454 genehmigte Papst Nikolaus II. den Bau des heute bestehenden Konvents. Eine ehemalige Ölmühle aus dem 12. Jahrhundert bildete zusammen mit einer angrenzenden Kelter das frühere Museo del Aceite y del Vino.
Wege durch Wald und Schutzgebiete
Der Camino de Trevejo a Jálama ist ein historischer und vollständig öffentlicher Weg von 16,32 Kilometern Länge. Er verbindet den Weiler Trevejo mit Villamiel und San Martín de Trevejo und führt bis zum Gipfel des Jálama weiter. Auf fast seiner gesamten Strecke durchquert er Natura-2000-Gebiete, darunter die ZEPA „Sierra de Gata y Valle de las Pilas“ und das ZEC „Sierra de Gata“.
Die ausgeschilderte A-Fala-Route führt durch San Martín de Trevejo, Eljas und Valverde del Fresno. Sie verläuft durch ausgedehnte Eichenwälder, an jahrhundertealten Kastanienbäumen sowie an einem schönen gepflasterten Weg entlang. Der Wanderweg SL-CC 208 führt am Río de la Vega durch einen Auwald mit geschützten Unterwuchspflanzen, durch Eichenwald sowie an traditionellen Mähwiesen und kleinen, von Anwohnern gepflegten Gärten vorbei.
Castaños del Cobijo beziehungsweise de los Ojestos ist als Árbol Singular in das Netz der geschützten Naturräume Extremaduras aufgenommen. Der größere der beiden Bäume hat in 1,30 Metern Höhe einen Stammumfang von 6,90 Metern und eine mehr als 17 Meter breite Krone. Zu den im Ort angebotenen Gerichten gehören ensalada de naranja, almodu de pibitas y berzas, esparragau und bizcochos mañegos. Für den 11. und 12. November ist ein Fest zu Ehren von San Martín de Tours dokumentiert.
Weitere Ziele im selben Bezugsraum sind Plasencia, Casas Del Monte, Navas Del Madroño, Torreorgaz, Villar De Plasencia, Torrecillas De La Tiesa, Santa Marta De Magasca und Casas de Miravete.
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