Navatrasierra zwischen Fossilien und Berglandschaft

Geologie und Landschaft

Navatrasierra verbindet geologische Spuren mit einer markanten Berglandschaft und historischen Erinnerungsorten. Im Centro de Interpretación del Fósil de Navatrasierra werden Fossilien aus dem Ordovizium und Silur gezeigt. Erläuterungstafeln informieren über das Leben im Meer vor 450 Millionen Jahren. Behandelt werden dort Trilobiten, Weichtiere, Brachiopoden, Graptolithen und Spurenfossilien wie Skolithos, Crucianas und Daedalus. Wer Navatrasierra auswählt, begegnet deshalb mehreren konkreten Orten und Terminen: Ausstellung, Mirador, Gipfel, Feuchtgebiet, historischer Ort, Wasserfälle und Feste setzen jeweils eigene Schwerpunkte. Für Ihre Auswahl können Sie diese Themen getrennt betrachten.

Ein markanter Blickpunkt liegt an der von Guadalupe nach Navatrasierra führenden Straße CC-20. Bei Kilometer 36,5 sind die Canchos del Ataque von einem Straßen-Mirador aus sichtbar; direkte Zugänge zu den Felsen gibt es nicht. Das bietet eine präzise Orientierung für eine Fahrt durch die Landschaft.

Am Kilometer 34,5 führt rechts ein Forstweg über den Fuß des Cerro Fortificado bis zum Gipfel des Risco Carbonero. Von dort lassen sich nach Westen der Antiklinalbereich Ibor-Guadalupe und nach Osten die Synklinale von Guadarranque überblicken. Der Aussichtspunkt veranschaulicht zugleich das für die Region typische appalachische Relief.

Zur empfindlichen Natur gehören die Torfmoore des Hospital del Obispo. Sie bilden im gesamten Tal der Hospital-Schlucht ein Feuchtgebietsökosystem von höchstens 6.000 m² und dürfen wegen der Einsinkgefahr und ihrer ökologischen Verletzlichkeit nicht betreten werden. Navatrasierra selbst ist von mediterranem Wald und Buschland geprägt; entlang der Gebirgsbäche wächst der bedrohte Baum Loro, auch Lorera genannt.

Geschichte im Gelände

Das Hospital del Obispo trägt die Geschichte des Pilgerwegs nach Guadalupe in sich: Es diente Pilgern auf dem Weg nach Guadalupe als historische Herberge und Raststätte; seine größte Bedeutung hatte es im 15. und 16. Jahrhundert. Ein Teil des Gebäudes wurde restauriert. Erhalten ist eine kleine Kapelle im Ostflügel, während an der Fassade die ursprünglichen Strebepfeiler sichtbar sind.

Der Cancho del Ataque erinnert mit seinem Namen an eine 1808 während des Unabhängigkeitskriegs gegen französische Truppen ausgetragene Schlacht. Am Eingang zum Tal des Hospital fällt der dort entspringende Bach hinab und bildet eindrucksvolle Wasserfälle.

Routen und Termine

Zwei benannte Routen führen durch unterschiedliche Gebirgsräume: Die Ruta 1 verläuft durch die Sierra de Guadarranquejo, die Ruta 2 durch die Sierra de la Palomera. Damit stehen für die Routenplanung zwei klar bezeichnete Landschaftsräume zur Verfügung.

Auch der Jahreskalender setzt eigene Akzente. Die Patronatsfeier zu Ehren des heiligen Thomas findet am 21. und 22. Dezember statt und umfasst eine Messe, eine Prozession des Heiligen sowie eine Versteigerung der Tragearme. Am ersten vollständigen Augustwochenende gibt es Volksfeste mit Verbenas, Spielen und Kinderattraktionen.

Weitere Orte

Benquerencia, Almoharín, Malpartida De Cáceres, Marchagaz, Robledillo De Gata, Alagón Del Río, Jaraicejo, Piornal

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cáceres.

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