Las Mestas: Naturbecken, Wanderweg und Kultur
Wandern und Wasser
Las Mestas zeigt seinen Charakter besonders dort, wo der PR-CC 212 Senda de Alfonso XIII auf die Wasserplätze des Ortes trifft. Der Wanderweg ist 22 Kilometer lang und als lineare Strecke nur in einer Richtung angelegt: Er führt von Casares de las Hurdes nach Las Mestas. In Las Mestas erreicht die Senda de Alfonso XIII den Ort über einen 200 Meter langen Wegabschnitt und endet neben dem natürlichen Schwimmbecken. So gehören Wegverlauf, Ankunft am Wasser und die Landschaft entlang des Río Batuecas zu einem zusammenhängenden Thema.
Naturplätze
Die natürlichen Becken von Las Mestas entstehen am Zusammenfluss der Flüsse Batuecas und Ladrillar. Besonders bekannt ist der Charco de la Olla nahe der Gemeinde Ladrillar und neben der Brücke. Neben diesem natürlichen Schwimmbecken gibt es Erholungsbereiche, sodass die Wasserlandschaft nicht nur aus einem einzelnen Becken besteht.
An der Pesquera am Río Batuecas führt ein kurzer Spaziergang entlang eines alten Bewässerungskanals. Dieser Kanal wurde früher in Las Mestas genutzt. Die Pesquera verbindet dichte Ufervegetation mit kristallklarem Flusswasser, Wasserbecken und einer kleinen Kaskade. Sie entsteht durch die ehemalige Wehranlage. Für Natur- und Landschaftsinteressierte liegen hier Wasser, Bewuchs und historische Nutzung eng beieinander.
Baden
Eine weitere natürliche Badestelle liegt am Puente Vega de los Conejos. Der Fluss hat sie in den Fels geformt; dort gibt es ruhiges, kristallklares Bergwasser. Zur Badestelle gehört eine Chiringuito-Anlage mit Bar, Terrasse, Restaurant, Tanzbereich und Toiletten. Damit stehen an diesem Ort die geformte Felslandschaft, das Wasser und eine bewirtschaftete Anlage nebeneinander.
Kultur und Geschichte
Die ehemalige Factoría Alfonso XIII in Las Mestas beherbergte ein Krankenhaus, ein Asyl und eine dazugehörige Schule. In dieser früheren Nutzung lag ihr Beitrag zur sozialen und kulturellen Entwicklung. Die Factoría Alfonso XIII war eine von drei in Las Hurdes eingerichteten Factorías. Die beiden anderen waren die Factoría de Los Angeles in Caminomorisco und die Factoría del Jordán in Nuñomoral.
Im oberen Bereich der Siedlung lebt der Enebro de Las Mestas, ein Wacholder der Art Juniperus oxycedrus, seit mehr als 350 Jahren. Durch ein Dekret vom März 2001 wurde er zum Árbol Singular de Extremadura erklärt. Natur und Geschichte treffen hier in einem einzelnen, benannten Baum zusammen.
Die Iglesia Nuestra Señora del Carmen gilt als eine der ältesten Kirchen in Las Hurdes. Sie ist aus Stein errichtet und folgt den Formen der traditionellen hurdana Architektur. Für Kulturinteressierte bilden Factoría, Wacholder und Kirche unterschiedliche konkrete Zugänge zur Geschichte von Las Mestas.
Weitere Ziele: Cabezo.
Lokale Erzeugnisse
La Casa de la Miel – El Tío Picho stellt Honig, Pollen und Gelée royale her. Zum handwerklich aus eigener Ernte hergestellten Sortiment gehören außerdem Liköre und Cremes. Die Produkte ergänzen das Bild von Las Mestas um eine lokale Seite, die eng mit Erzeugung und Verarbeitung verbunden ist.
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