Coria: Geschichte, Natur und Kultur am Río Alagón
Coria zeigt seinen Charakter in einem geschützten historischen Zentrum, in Bauwerken verschiedener Epochen, an den Ufern des Río Alagón und in einem vielseitigen Veranstaltungskalender. Zwischen mittelalterlichen Gassen, römischen Mauern, naturnahen Wegen und regionaler Küche verbinden sich Geschichte und aktive Erlebnisse.
Weitere Ziele auf dieser Reiseübersicht sind Alcuéscar, Aldeanueva Dela Vera, Cilleros, Botija, Garciaz, Navaconcejo, Casar De Palomero und La Granja.
Kultur und Geschichte
Das Casco Histórico von Coria steht seit dem 25. Mai 1993 als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Conjunto Histórico unter Schutz. Erkunden lässt es sich über ein unregelmäßiges mittelalterliches Straßennetz mit Gassen, Plätzen und kleinen Platzanlagen. Zu den markanten Bauwerken gehört die Catedral de Santa María de la Asunción: Sie verbindet gotisch-platereske Architektur mit barocken Ergänzungen, während sich ihre Bauarbeiten vom späten 15. bis ins 18. Jahrhundert erstreckten.
Das Castillo de los Duques de Alba ist ein Monument des Bien de Interés Cultural und bewahrt einen militärischen Entwurf aus dem späten 15. Jahrhundert mit unregelmäßig fünfeckigem Grundriss. Die Murallas Romanas von Coria weisen 23 quadratische Türme auf und umgeben einen Gesamtumfang von 1.065 Metern. Auch die Puente de Piedra steht für Geschichte, allerdings mit einer besonderen geographischen Veränderung: Sie ist ein Beispiel ziviler Renaissancearchitektur, und ihr Flussbett ist seit 1590 trocken, nachdem der Río Alagón infolge einer starken Flut seinen Lauf auf natürliche Weise verlegte. Im Museo de la Cárcel Real deckt die archäologische Abteilung mit ihren Exponaten die Geschichte von Coria von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter ab.
Natur am Río Alagón
Der Jardín Botánico de Coria umfasst 1,5 Hektar und beherbergt eine repräsentative Sammlung der Flora des mediterranen Waldes. Am rechten Ufer des Río Alagón, wo dieser durch Coria fließt, liegt der Parque Fluvial del Tamujal. Der Naturbereich ist zum Spazierengehen, für Freizeit und Erholung vorgesehen.
Der Paseo Fluvial de la Isla verbindet in seiner Umgebung Auwälder mit Wassersport und Aktivitäten im Freien. Außerhalb von Coria steht das Santuario de la Virgen de Argeme in der Naturlandschaft der früheren Dehesa de Malpartida nahe dem vom Río Alagón gebildeten Steilhang. Coria gilt außerdem als besonders geeigneter Ort zur Vogelbeobachtung in naturnaher Umgebung.
Wege und Aktivitäten
Der Paseo del Camino Real folgt einem historischen Abschnitt der Vía Dalmacia und verbindet die Altstadt von Coria über die Puente de Piedra mit dem Paseo Fluvial de la Isla am Río Alagón. Die Ruta de la Vía Dalmacia ist als lineare Hin- und Rückroute angelegt und 5,5 Kilometer lang. Eine weitere Aktivität auf dem Wasser ist der Descenso del Río Alagón: Die nicht wettbewerbsorientierte Kanuaktivität endet an der Puente de Hierro de Coria und umfasst eine 18,8 Kilometer lange Strecke.
Der Paseo Guiado A Través de los Siglos vermittelt die Geschichte von Coria auf einer Zeitreise von der Vorgeschichte über die Antike, das Mittelalter und die Moderne bis zur Gegenwart. So stehen historische Wege, archäologische Epochen, Flusslandschaft und Kanufahrt in unterschiedlichen Formen nebeneinander.
Feste und regionale Küche
Coria Sabor Micológico ist eine im November stattfindende Tapasroute mit Pilzgerichten in örtlichen Restaurants. Mitte März folgt FITCORIA, eine internationale Feria del Toro sowie touristisch-kulturelle und sozioökonomische Stiermesse. Die Fiestas de San Juan finden in Coria jedes Jahr vom 23. bis 29. Juni statt.
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