Zamudio: Kultur, Wege und sanft bewegte Landschaft

Kultur und Geschichte

Zamudio zeigt baskische Baugeschichte, historische Wege und eine sanft bewegte Landschaft. Die Kirche San Martín wurde im Jahr 930 im baskischen gotischen Stil gegründet. Der Torre Zamudio wurde im 15. Jahrhundert aus behauenem Quaderstein errichtet. Das Caserío Cadalso ist ein baskisches Bauernhaus aus dem 16. Jahrhundert mit Satteldach und einer tragenden Struktur aus Holzpfosten. Kirche, Turm und Bauernhaus stehen damit für unterschiedliche historische Bauformen. Für kulturgeschichtlich Interessierte reicht der Blick in Zamudio von der Kirche San Martín und dem Torre Zamudio bis zum Caserío Cadalso; jede dieser Bauformen setzt einen eigenen Akzent.

Weitere Ziele: Orduña, Gaztelu-Elexabeitia, Galdakao, Valle De Trápaga, Igorre, Erandio, Mallabia und Arrieta.

Zur historischen Vielfalt gehören auch die Arikondo-Brücke und der Tumulus von Hirumugarrieta. Die Arikondo-Brücke wurde im 17. Jahrhundert errichtet und besitzt einen Halbkreisbogen aus sorgfältig bearbeitetem Quadermauerwerk. Der Tumulus von Hirumugarrieta stammt aus der Zeit vom Äneolithikum bis zur Bronzezeit. Auf dem Itinerario de la Memoria del Cinturón de Hierro sind Befestigungen und Schützengräben erhalten, die während des Bürgerkriegs von 1936 bis 1937 als Teil der Verteidigungslinie des Cinturón de Hierro errichtet wurden. Steinbogen, Tumulus und Befestigungsspuren reichen damit über verschiedene Epochen hinweg. Zusammen mit Kirche, Turm und Bauernhaus entsteht ein historischer Bogen, der Zamudio von der frühen Baugeschichte bis zu den Spuren des 20. Jahrhunderts begleitet.

Landschaft

Zamudio weist eine sanft bewegte Landschaft mit Ebenen und kleinen Hügeln auf und wird vom Fluss Asua durchzogen. Im Gebiet der Arikondo-Brücke gibt es typische Ufervegetation, darunter einen der wenigen erhaltenen einheimischen Eichenhaine der Umgebung. Ein bedeutender Technologiepark liegt ganz in der Nähe des Zentrums von Zamudio in einer naturnahen Umgebung mit weitläufigen Grünflächen und einem Bidegorri. Offene Landschaft, Flussufer und Grünflächen fügen sich so zu unterschiedlichen Landschaftselementen zusammen. Naturinteresse richtet sich in Zamudio auf den Fluss Asua, die Ufervegetation und den erhaltenen Eichenhain; der Technologiepark ergänzt dieses Landschaftsbild um weitläufige Grünflächen und einen Bidegorri.

Wege

Durch Zamudio führt der Küstenweg des Jakobswegs, der Camino de Santiago de la Costa. Eine weitere Strecke ist der Itinerario de la Memoria del Cinturón de Hierro: Er beginnt in Arroeta, durchquert den Parque Tecnológico de Zamudio und führt an der Ermita de San Bartolomé vorbei.

Die Senda Oxinaga ist ein hergerichteter und ausgeschilderter Wanderweg. Sie folgt einem Abschnitt des alten Weges von Bilbao nach Gernika, der von einigen Autoren als Teil des Jakobswegs und der Ruta Juradera nach Gernika angesehen wird. Die Route TXO07 Zamudio-Teknologi Parkea beginnt im Ortszentrum von Zamudio und verläuft durch einen Teil des Parque Tecnológico Bizkaia, der Flächen von Zamudio und Derio umfasst. Damit treffen in Zamudio der Küstenweg des Jakobswegs, historische Erinnerungswege und ausgeschilderte Wanderstrecken aufeinander.

Jahreslauf

Die Pfingstfeierlichkeiten finden in Zamudio im Juni statt. Das San-Martín-Fest findet am 11. November statt. Ebenfalls im November findet in Zamudio eine Landwirtschafts- und Viehzuchtmesse mit einem Wettbewerb für Rinder der Rasse Limousin statt. Der Jahreslauf verbindet damit einen Termin im Frühsommer mit den beiden Novemberveranstaltungen und bewahrt zugleich religiöse sowie landwirtschaftliche Traditionen im Festkalender.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bizkaia.

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