Erandio: Kulturrouten, Ría und historische Bauwerke

File:Astilleros de Murueta Erandio 2026.jpg File:Astilleros de Murueta Erandio 2026.jpg Foto: Niels Johannes via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Routen zwischen Ría, Landschaft und Geschichte

Erandio Begibistan bietet sechs thematische Kulturrouten. Sie führen zu den geologischen Ursprüngen Erandios, seiner Entstehung als Anteiglesia und seiner industriellen Vergangenheit. Wenn Sie einen Ort über konkrete Wege und Bauwerke kennenlernen möchten, beginnt die Erkundung hier mit einer Verbindung von Landschaft, Ortsgeschichte und Industrie.

Die Route Enekuri–Erandiogoikoa verläuft entlang der Mäander des Flusses Asua zwischen dem östlichen Hang des Monte San Pablo und dem Txorierri-Tal. Am rechten Ufer zwischen Bilbao und Leioa verläuft außerdem die fast geradlinige Ría-Erandio-Route: ein Spazier- oder Radweg von weniger als zehn Kilometern, der nach Erandio führt, ohne sich weit von der Ría zu entfernen. Die Metrolinie 1 bedient diese Ría-Erandio-Route; Stationen gibt es im Zentrum von Erandio sowie in Lutxana und Astrabudua.

Die Route Astrabudua–Lutxana folgt einem Uferweg, der historisch als Verbindung zwischen dem Landesinneren und der Küste diente. Besonders von Frauen wurde er genutzt, die Schiffe mit einer Treidelleine flussaufwärts bis Bilbao zogen. Für einen kürzeren Spaziergang steht die Route La Vega de Altzaga: Sie ist 1,7 Kilometer lang, hat einen niedrigen Schwierigkeitsgrad und eine veranschlagte Dauer von 25 Minuten.

Die Ruta Geológica führt durch vulkanische Felsen und Lavaströme und umrundet anschließend die Basis eines sichtbaren, steil geneigten Kraters. Das Feuchtgebiet von Astrabudua liegt an der Grenze zwischen Astrabudua und Leioa und weist eine große Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten auf. So treten in Erandio geologische Formen und biologische Vielfalt als eigene Landschaftsthemen hervor.

Die Route Goierri de Erandio führt durch den höher gelegenen Teil der Gemeinde und lädt zu einem Spaziergang zwischen Mühlen, Bauernhäusern, Türmen und Einsiedeleien abseits des Industriebetriebs an der Ría ein. Im Ortsteil Goierri befindet sich am Hang des Monte Umbe der Torre de Martiartu, ein Renaissancebauwerk des 16. Jahrhunderts mit Wohn- und Wehrcharakter. Von seiner Errichtung bis zu seinem Verfall war der Turm fast immer bewohnt.

Die Kirche Santa Maria soll bereits um 1300 bestanden haben. Das heutige Gebäude ist ein spätgotischer Sakralbau aus dem späten 15. Jahrhundert und stammt ungefähr aus dem Jahr 1490. Außen befindet sich das Grabmal der Martiartu, eines der herausragenden Beispiele gotischer Grabskulptur in Bizkaia. Zur Kirche gehören außerdem drei gotische Portale mit Archivolten und gekehlten Säulchen mit schlichten Kapitellen sowie ein Glockenturm.

Auch die jüngere Industrie- und Sozialgeschichte bleibt greifbar. Die Wohnsiedlung La Esperanza in Altzaga wurde 1923 genossenschaftlich von Mitgliedern errichtet, die bei der Sociedad Española de Construcciones Navales arbeiteten. Der Stadtarchitekt Ángel Líbano entwarf sie im neovaskischen Stil. Das Waschhaus von Tartanga entstand 1893 nach Plänen des Baumeisters Casto de Zabala durch das Rathaus von Erandio als Teil verbesserter hygienischer Maßnahmen und diente bis etwa in die 1970er-Jahre zum Wäschewaschen. Die Compañía Española de Pinturas La Internacional gilt als ikonisches Beispiel der Industriearchitektur am rechten Ufer der Ría.

Weitere Orte

Weitere Orte entdecken: Santurtzi, Plaza, Durango, Barakaldo, Busturi-Axpe, Mendieta, Garai, Amorebieta-Etxano.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bizkaia.

Unterkünfte in Erandio vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Für Anbieter