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Rivabellosa zwischen Pilgerwegen und alavesischer Geschichte

Unterkünfte in Rivabellosa

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ein Ort an historischen Wegen

Rivabellosa verbindet mehrere Schichten alavesischer Geschichte. Im Mittelalter war der Ort ein wichtiger Durchgangsort für Pilger auf dem Weg nach Santiago. Die Route führte von San Adrián in das alavesische Gebiet und weiter nach Burgos. Später verlief durch Rivabellosa der Camino Real de Postas, der den Hof mit der französischen Grenze verband. Der Ort liegt außerdem an einer bedeutenden Wegekreuzung, die die Llanada Alavesa mit der Meseta verband. Wer diese Spuren im Ortsbild verfolgt, begegnet dabei politischen, religiösen und wissenschaftlichen Bezügen, die an konkrete Schauplätze und unterschiedliche historische Zeiten gebunden sind.

Besonders prägend ist das Jahr 1463: Rivabellosa war Gastgeber der Versammlung, auf der die Hermandad de Álava das „Cuaderno de Ordenanzas de Hermandades“ verabschiedete. Diese Versammlung gilt als maßgebliches Ereignis im Prozess der Integration von Álava. Im Palacio Saenz de Santamaria fanden im selben Jahr die Juntas Generales de Álava statt. Das barocke Gebäude aus dem 18. Jahrhundert besitzt einen Turm, eine Galerie mit Rundbogenarkaden und ein Wappenschild. Die Iglesia de Nuestra Señora del Rosario wurde Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts errichtet.

Brücke, Anhöhe und Sternenforschung

Zur Ortsgeschichte gehört auch die Puente de Ribabellosa. Die heutige Brücke stammt aus dem Jahr 1863, ist 46 Meter lang und überquert den Fluss Bayas. Von der Ortschaft führt sie in Richtung kastilischer Gebiete. Damit steht sie zugleich für die historische Verbindung, die Rivabellosa mit den Wegen über das alavesische Gebiet hinaus verbindet.

Eine religiöse Station am Weg ist die Ermita de San Juan y Santa Magdalena. Sie liegt auf einer Anhöhe mit Blick über Rivabellosa und begrüßt die Pilger, die auf dem Jakobsweg in den Ort gelangen. Einen ganz anderen Akzent setzt die Wissenschaftsgeschichte: Warren De La Rue richtete anlässlich der Sonnenfinsternis vom 18. Juli 1860 bei Rivabellosa ein Observatorium ein und fotografierte dort solare Protuberanzen. Auf der Plaza Mayor wurde im August 2011 eine zylindrische äquatoriale Sonnenuhr zu seinen Ehren aufgestellt.

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Auch die örtlichen Termine greifen historische und gemeinschaftliche Themen auf. Am 7. Oktober wird in Rivabellosa das Fest zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz gefeiert. Am letzten Sonntag im August findet das Dankfest statt. Einen kulinarischen Bezug hatte die IX. Internationale Messe der schwarzen Trüffel von Álava in Rivabellosa: Sie war für alle zugänglich und bot unter anderem Verkostungen an.

Heutige Verbindung

Für die Verbindung zwischen den Orten steht die Alavabus-Linie 15A, die Miranda, Rivabellosa und Armiñón verbindet.

Weitere Ziele im selben Bezugsraum: Gurendes, Castillo-Sopeña, Ibarguren, Gorbeia Inguruak, Oion, Lezama, Agurain und Campezo / Kanpezu.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alava.

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