Páganos entdecken: Feste, Kirchen und Dolmenroute
Unterkünfte in Páganos
Páganos zwischen Festen und steinernen Zeugnissen
Wenn Sie Páganos kennenlernen, stoßen Sie auf einen Festkalender mit klar benannten Bräuchen. Der San-Blas-Tag wird in Páganos am Sonntag gefeiert, der dem 3. Februar am nächsten liegt. Zum San-Blas-Fest gehören der Tanz Chulalai und das Küssen der Reliquie des Heiligen. Während des Festes werden außerdem Brote namens „cachetes“ sowie Roscos und Blätterteiggebäck zur Segnung gebracht. Das Fest des heiligen Clemens ist in Páganos mit dem 23. November verbunden. Wer örtliche Geschichte über Rituale und Kalendertermine erschließen möchte, findet hier konkrete Anknüpfungspunkte.
Dolmenroute mit klaren Orientierungspunkten
Die „Ruta de los Dólmenes de Rioja Alavesa“ führt durch Páganos und ist eine unmarkierte Rundroute. Sie ist 53,22 Kilometer lang und umfasst acht Dolmen. Für die Orientierung an einem einzelnen Denkmal bietet sich der Dolmen von San Martín an: Er ist über einen 400 Meter langen Abstecher vor Páganos erreichbar und liegt etwa 300 Meter in Richtung Laguardia von der A124 entfernt. So verbindet die Route die Ortsdurchquerung mit einer vorgeschichtlichen Sehenswürdigkeit und einem konkret beschriebenen Abstecher.
Kirchen und religiöse Geschichte
Páganos entstand als Siedlung im 11. Jahrhundert, etwa um 1076. Die Kirche der Asunción stammt aus dem 16. Jahrhundert und weist ein Renaissanceportal auf. Zur religiösen Geschichte des Ortes gehört auch die ehemalige Einsiedelei San Clemente. Sie war Mitpatronin von Páganos; ihr Bildnis wird in der Pfarrkirche von Páganos aufbewahrt. Kirche, Einsiedelei und Festtage führen damit durch verschiedene Zeiten der Ortsgeschichte, ohne dass die historischen Funktionen mit heutigen Nutzungen gleichgesetzt werden müssen.
Santiago und die Geschichte des Ortes
Die Einsiedelei Santiago liegt am östlichen Ortseingang von Páganos. Nach der Abtrennung von Navaridas von Laguardia hielten die Hidalgos der Region ihre Versammlungen in der Kirche Santiago ab. Heute ist die Einsiedelei profaniert und Eigentum eines der örtlichen Weingüter. An Santiago treffen daher die Lage am Ortseingang, die frühere Rolle als Versammlungsort und der heutige Status als profaniertes Gebäude aufeinander. Dieser zeitliche Wechsel gehört zu den konkreten Besonderheiten, die Sie bei der Beschäftigung mit Páganos nachvollziehen können.
Die Casona und eine bemerkenswerte Biografie
Die Casona de Juan Ortiz de Zárate besteht aus rötlichem Stein. Juan Ortiz de Zárate war Sekretär der Inquisition in Zaragoza, später Inquisitor in Cartagena (Peru) und Bischof von Salamanca. An der Casona trägt ein Wappen die Inschrift „El mundo es ansí“, die den Titel eines Romans von Baroja bildete. Damit stehen an einem einzelnen Bauwerk sowohl die steinerne Gestaltung als auch eine historisch weit reichende persönliche Geschichte im Mittelpunkt. Zusammen mit dem Renaissanceportal der Asunción und den beiden Einsiedeleien ergibt sich ein Rundgang, der religiöse, politische und bauliche Spuren nebeneinander lesbar macht.
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