Leza: Kultur, Eichenhaine und Weinkellereien in der Rioja Alavesa
Unterkünfte in Leza
Leza liegt im Norden der Rioja Alavesa. Im Norden wird das Gebiet von den Kämmen der Sierra de Cantabria begrenzt, im Süden von der Ebene von Navaridas. Diese klaren Landschaftsbezüge geben dem Ort einen Rahmen zwischen Gebirgskämmen und offener Ebene. Wer auf einer Spanienreise nicht nur bekannte Städte, sondern auch ländliche Kultur und benannte Landschaftsräume kennenlernen möchte, findet in Leza mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
File:Leza de Río Leza, 26132, La Rioja, Spain - panoramio.jpg
Foto: DavidEG via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Eichenhaine und Landschaftsräume
Zur nördlichen Landschaft von Leza gehört der Steineichenhain El Encinedo. Östlich der Ortschaft liegt außerdem ein junger Eichenhain. Beide Orte stehen für die unterschiedlichen Naturbezüge rund um Leza: El Encinedo ist dem nördlichen Landschaftsraum zugeordnet, während der junge Bestand unmittelbar mit der östlichen Seite der Ortschaft verbunden ist. Die Steineiche kehrt später auch bei La Lombilla wieder und bildet damit ein wiederkehrendes Element in den beschriebenen Landschaften des Ortes.
Kirche, Herrenhäuser und frühe Geschichte
Die Iglesia San Martín wurde Ende des 15. oder zu Beginn des 16. Jahrhunderts erbaut. Sie weist spätgotische Spitzbögen und ein isabellinisches Portal auf. Zum Portal gehört ein barockes Reiterbild des heiligen Martin, das 1694 angebracht wurde. Leza verfügt außerdem über herausragende, mit Wappen versehene Renaissancehäuser aus dem 16. Jahrhundert sowie weitere vornehme Gebäude. Zusammen mit der Kirche prägen diese Bauwerke die kulturgeschichtliche Seite des Ortes, ohne dass Leza auf eine einzige Epoche festgelegt wäre.
Eine noch frühere Zeitstufe ist mit dem Dolmen de El Sotillo in Leza verbunden. Der Dolmen ist ein Dolmen aus dem Chalkolithikum beziehungsweise der Kupferzeit und der Bronzezeit und gehört zur Denkmalgruppe der Dolmen des Tieflands von Álava. Bei Ausgrabungen am El Sotillo wurden Feuersteinwerkzeuge aus dem Neolithikum, ein Bogenschützenarmband, ein Metallpfriem, Pfeilspitzen und Glockenbecherkeramik aus dem Chalkolithikum sowie Gefäßfragmente mit Zickzackverzierung aus der Bronzezeit gefunden. Der Ort verbindet dadurch sichtbare Baugeschichte mit archäologischen Spuren aus mehreren aufeinanderfolgenden Epochen.
Feste und lokale Traditionen
Bei der San-Juan-Feier wird am Vorabend des San-Juan-Tags, dem 23. Juni, ein Feuer entzündet. Wenn es zu Glut herunterbrennt, werden darauf Chorizo und Schweinebauch für alle Anwesenden gegrillt. Das Patronatsfest zu Ehren des heiligen Rochus findet in Leza am 16. August statt. Eine eigentümliche Figur der örtlichen Tradition ist außerdem Don Cicuta: In Leza wird die menschenähnliche Figur an Seilen und mittels einer Seilrolle vom Kirchturm zum Eingang des Rathauses herabgelassen.
Route und Weinorte
Für aktive Tage ist die Route Samaniego-Leza-Samaniego ein klar umrissener Baustein. Sie umfasst 20,1 Kilometer und dauert als Hin- und Rückweg sechs Stunden. Einen anderen Schwerpunkt setzt La Lombilla, ein kleiner Hügel östlich von Leza. Auf ihm befinden sich die Weinkellereien des Ortes; außerdem gibt es dort einen von jahrhundertealten Steineichen umgebenen Picknickplatz.
Weitere Ziele
Weitere Ziele: Castillo-Sopeña, Añana, Eskuernaga, Zambrana, Lagran, Páganos, Bernedo, Maturana
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