Lasarte zwischen Romanik, Wegen und Flusslandschaft
Unterkünfte in Lasarte
Lasarte verbindet romanische und gotische Baugeschichte mit Wegen entlang der Landschaft und mit einem Naturraum am Fluss Batán. Zwischen Kirche, Wanderroute, ehemaligen Nutzflächen und ausgewiesenen Lebensräumen liegen hier mehrere konkrete Themen für eine Reise durch das Umfeld von Vitoria-Gasteiz.
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Foto: Basotxerri via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wege
Der Anillo Verde führt auf einem 5,5 km langen Spaziergang von der Dehesa de Olárizu nach Armentia durch Lasarte. Die Strecke dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Durch den Ort verläuft außerdem ein Abschnitt des Southern Walk, der auf einem Teilstück des Fernwanderwegs GR 25 liegt und den Fluss Batán überquert. Der von Vitoria-Gasteiz nach Lasarte führende Parzellenweg verläuft am ehemaligen Kiesabbaugebiet am rechten Ufer des Batán. So treffen ein Spazierweg, ein Abschnitt des Fernwanderwegs und der von Vitoria-Gasteiz nach Lasarte führende Parzellenweg am ehemaligen Kiesabbaugebiet am rechten Ufer des Batán auf denselben Landschaftsraum.
Auch der Anillo románico de Vitoria-Gasteiz verbindet Bewegung und Kultur. Auf dieser Route lassen sich romanische Kirchen bei einem einfachen Spaziergang zu Fuß oder mit dem Fahrrad besichtigen. Für kulturgeschichtlich Interessierte liegt der Reiz damit nicht nur in einem einzelnen Bauwerk, sondern ebenso in der Verbindung von Wegen und romanischer Architektur.
Kirche
Im Zentrum der Baugeschichte steht die Kirche Nuestra Señora de la Asunción. Sie entstand ursprünglich Ende des 12. oder Anfang des 13. Jahrhunderts im romanischen Stil; der größte Teil des heutigen Gebäudes ist gotisch und stammt aus dem 16. Jahrhundert. In der polygonalen Apsis befindet sich ein romanisches Fenster, das im Kulturerbe der Provinz Álava zu den hervorgehobenen romanischen Werken gehört. Zugleich gilt es als eines der reichsten und schönsten romanischen Fenster der Iberischen Halbinsel.
Eine gotische Inschrift in der Apsis hält fest, dass das Gebäude 1511 unter dem Anstoß von „Martiniz Abad“ fertiggestellt wurde. Zur Ausstattung gehören ein mittelalterliches Taufbecken und eine zeitgenössische liturgische Ausstattung des Künstlers Néstor Basterretxea. Romanischer Ursprung, gotische Bauphasen, die Inschrift von 1511 und zeitgenössische Kunst begegnen sich damit in derselben Kirche.
Natur
Bei Lasarte liegt ein Gebiet von besonderem Interesse für die Uferschwalbe (Riparia riparia), das durch einen Bewirtschaftungsplan geregelt ist. In der Strategie für die ökologische und landschaftliche Vernetzung von Álava ist dieses Gebiet als ökologischer Verbundkorridor ausgewiesen. Dieser verbindet bewaldete Gebiete und Flussufer im Umfeld von Vitoria-Gasteiz miteinander. Neben dem Becken in diesem Gebiet bei Lasarte liegen Erlen- und Eschenbestände, die als Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse ausgewiesen sind. Uferschwalbe, Verbundkorridor sowie Erlen- und Eschenbestände gehören damit zu den konkreten Naturthemen rund um Lasarte.
Geschichte
Lasarte war Sitz der Junta de Caballeros e Infanzones. Früher wurde im Ort Weinbau betrieben; dies ist in einer Urkunde von 1258 belegt. Die historische Funktion als Sitz der Junta und die frühere Weinbautätigkeit ergänzen die mittelalterlichen Spuren an der Kirche um einen Blick auf die politische und landwirtschaftliche Vergangenheit des Ortes.
Weitere Orte
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