Labastida: Wein, Geschichte und Wege zwischen Toloño und Ebro
Unterkünfte in Labastida
Labastida liegt zwischen zwei markanten Landschaftsräumen: Im Norden wird die Gemeinde vom 1.271 m hohen Berg Toloño geschützt, im Süden vom Fluss Ebro flankiert. Der Ebro bildet dabei eine natürliche Grenze zwischen dem historischen Gebiet Álava und der Region La Rioja. Wer einen Ort mit geprägter Wein- und Kulturgeschichte sucht, findet hier deshalb unterschiedliche Ebenen der Entdeckung – vom Ortskern bis zu den Wegen entlang der Landschaft.
Historische Spuren im Ortskern und darüber hinaus
Im historischen Ortskern von Labastida steht die Kapelle Santo Cristo, die romanische und gotische Stilelemente vereint. Der Bogen Toloño erinnert an seine frühere Funktion als Zugangstor nach Labastida. Beide Bauwerke gehören zu den markanten historischen Spuren des Ortes.
Zu den älteren Zeugnissen der Weinbereitung zählen die Felskeltern von Labastida. Sie wurden zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert in nicht ummauerten Bereichen genutzt. Auf dem Anwesen Granja Nuestra Señora de Remelluri befindet sich ebenfalls eine Felskelter. Eine weitere Verbindung zur Weinbaugeschichte führt zur Casa de Manuel Quintano in der Calle Mayor. Das Haus ist damit verbunden, dass Manuel Quintano im 18. Jahrhundert in Spanien französische Weinbereitungstechniken aus Bordeaux einführte.
In der näheren Umgebung von Labastida/Bastida befinden sich auf erhöhten Felsen nahe Wasserläufen fast tausend Nekropolen aus dem 9. und dem 10. Jahrhundert. Diese historischen Orte ergänzen die Spuren im Zentrum um Zeugnisse, die in der weiteren Landschaft liegen.
Weinkellereien und Wege am Ebro
In Labastida können Besucher Weinkellereien besichtigen und durchqueren – von historischen Höhlen und alten Kellergängen bis zu großen modernen Bodegas. Mehrere Weinkellereien bieten Besichtigungen und Verkostungen an; dafür sind zuvor Kontaktaufnahme und eine Reservierung erforderlich.
Für Spaziergänge beginnen die Route zur Ermita San Ginés und die Route am Ebro im Ortszentrum von Labastida. Beide Wege sind gut ausgeschildert und problemlos begehbar. Die Route zur Ermita San Ginés ist 4,5 km lang, während die Ruta del Ebro 8 km umfasst.
Bei einem Spaziergang durch Machimbrado entdeckt man Steine, die zu Figuren und Symbolen bearbeitet wurden. Dieser Weg lenkt die Aufmerksamkeit auf bearbeitete Formen in der Landschaft und setzt damit einen eigenen Akzent neben den historischen Bauwerken und den Weinorten.
Weinlese und regionale Erinnerung
Labastida veranstaltet Mitte November ein Erntedankfest zur Feier des Abschlusses der Weinlese. Das Fest führt die jahreszeitliche Arbeit im Weinbau und die Geschichte der Kellereien in einem konkreten Anlass zusammen. Wer den Ort zu dieser Zeit besucht, begegnet damit einem festlichen Bezug zur Weinlese, während die Kapelle Santo Cristo, der Bogen Toloño und die Felskeltern andere zeitliche Schichten des Ortes sichtbar machen.
Zur weiteren Ortsorientierung können Sie außerdem Salinillas De Buradon aufrufen. Weitere Ortsseiten: Viñaspre, Artziniega, Hereña, Abornikano, Guinea, Apodaka und Corro.
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