Aprikano: Historische Brücke und Dorfgeschichte im Kuartango-Tal
Unterkünfte in Aprikano
Aprikano am südöstlichen Ende des Kuartango-Tals
Aprikano liegt am südöstlichen Ende des Tals Kuartango. Dort tritt der Baias durch den Portillo de Tetxa in Richtung La Ribera aus. Aprikano ist das erste Dorf des Tals Kuartango, wenn man durch den Paso de Techa in das Tal hineinfährt. Zugleich liegt Aprikano am linken Ufer des Flusses Bayas und am Fuß der Sierra de Badaia. Wer den Ort räumlich einordnen möchte, findet hier daher einen klaren Bezug zu Tal, Fluss und Gebirgsfuß.
Die Brücke am Weg nach Orduña
Am Ausgang des Weges in Richtung Orduña liegt die Brücke von Aprikano. Die gut erhaltene Brücke stammt aus dem 15. Jahrhundert und hat fünf Bögen. Vier Bögen sind Spitzbögen, ein weiterer ist ein Rundbogen. Ihre Entstehung wird zugleich dem 14. oder 15. Jahrhundert zugeordnet. An einem typischen Wappenbauernhaus am Ortseingang von Aprikano befand sich ein altes Schild, das den Ankommenden aus Richtung Orduña den Namen des Ortes anzeigte. Lage, Bogenform und das frühere Schild markieren damit unterschiedliche Aspekte der Ankunft am Ort.
Posthaus, Mühle und Wappenhäuser
Aprikano wird bereits in der Urkunde des Bischofs von Calahorra aus dem Jahr 1257 unter diesem Namen erwähnt. Im Ort befindet sich ein ehemaliges Posthaus, das im 16. Jahrhundert bereits als El Mesón de Aprícano bekannt war. In Aprikano gibt es außerdem eine Mühle mit Überläufen zur Bewässerung der Gemüsegärten. Zahlreiche Wappenhäuser tragen Wappen der in der Gegend bedeutenden Familien Eguíluz, Andas, Montoyas und Ortiz de Luna sowie weiterer Familien. Eine Casa-Torre ist in Aprikano seit 1595 nachweisbar. Hinzu kommt ein restaurierter Brunnen mit einer Viehtränke. So treffen im Ort ein früher Gasthaus- und Postbezug, Wassernutzung, Familienwappen und ein historischer Turmhaus-Typ aufeinander.
Kirche und Fundstätte in der Umgebung
Die Pfarrkirche Santiago in Aprikano wurde ursprünglich im 13. Jahrhundert errichtet. Zur Santiago-Kirche gehört eine Kapelle des heiligen Johannes aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. In der näheren Umgebung von Aprikano liegt Gobaederra, eine speläologische Fundstätte, an der Werkzeuge, menschliche Überreste und Halsketten gefunden wurden. Die Pfarrkirche und die Kapelle gehören damit zu den sakralen Bauwerken in Aprikano, während Gobaederra als Fundstätte in der näheren Umgebung liegt.
Flusslauf und regionale Küche
Das Vorkommen des gefährdeten Mooses Orthotrichum casasianum, das zum Baskischen Katalog gefährdeter Tier- und Pflanzenarten gehört, erstreckt sich über 20 Kilometer entlang des Flusslaufs von der Brücke von Lukiano bis zur Brücke von Aprikano. Der Flusslauf bildet dabei den ausdrücklich benannten räumlichen Rahmen des Moosvorkommens. Im Tal Kuartango kann man ein traditionelles Sidrería-Menü mit Produkten aus dem Tal genießen.
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