Barcia: Küste, Kultur und Wege durch Westasturien
Barcia verbindet auf engem Raum sakrale Kunst, historische Zeugnisse und Wege zur westasturischen Küste. In der Iglesia de San Sebastián befinden sich bedeutende Retabel aus dem 17. und 19. Jahrhundert. Außerdem wird dort ein gotisches Bildnis aus dem 13. Jahrhundert verehrt, das als Virgen de las Nieves oder „Virgen de la Leche“ bekannt ist. Damit besitzt der Ort einen kulturellen Schwerpunkt, der sich unmittelbar an einem konkreten Bauwerk erleben lässt.
Kultur zwischen Kirche, Hórreos und Friedhof
Zum Ortsbild gehören auch die Hórreos von Barcia. Sie entsprechen dem typischen Stil Westasturiens und zeichnen sich durch Dächer aus schwarzem Schiefer aus. Ein anderes historisches Zeugnis ist das Cementerio Musulmán de Barcia in Valdés, Barcia. Der muslimische Friedhof trägt die Kennung IPCA-EI-34-59 und wurde im Jahr 1936 errichtet, um muslimische Soldaten zu bestatten, die im Spanischen Bürgerkrieg gekämpft hatten. Sein Haupteingang besitzt einen Hufeisenbogen, der für die islamische Architektur charakteristisch ist.
Wanderweg mit Küstenblicken
Für aktive Tage beginnt die Ruta de la Cangrexa in Barcia offiziell an der Iglesia de San Sebastián de Barcia. Der Weg führt an der westasturischen Küste unter anderem über die Strände Portizuelo, Chao, La Polea und Los Molinos. Dadurch stehen beim Wandern mehrere Küstenabschnitte innerhalb derselben Route im Mittelpunkt, während der Ausgangspunkt im Ort klar festgelegt ist.
Auch Pilgerwege prägen die Orientierung in Barcia. Der Camino de Santiago del Norte, beziehungsweise Camino de Santiago de la Costa, führt durch Barcia im Gemeindegebiet von Valdés. Der Camino Real de Concilleiro führt den Monte de Barcia hinab und verbindet sich anschließend wieder mit dem Camino de la Costa. Diese beiden Wegbezüge geben dem Ort einen eigenständigen Platz im Netz der historischen Wege, ohne dass daraus eine bestimmte Streckenlänge oder ein festgelegter Reiseablauf folgt.
Strand, Mühlen und praktische Orientierung
Die Playa de los Molinos de Barcia ist ein etwa 200 Meter langer, geradliniger Strand aus Kies und Sand. Sie liegt nordostwärts am Fuß hoher Klippen und gehört zum Paisaje Protegido de la Costa Occidental. Etwa 200 Meter von der Playa de los Molinos entfernt liegen alte Mühlen, die durch die Wasserkraft des Bachs Ricante angetrieben wurden. So treffen am selben Küstenziel Strandlandschaft und historische Nutzung des Wassers aufeinander.
Zur Playa de los Molinos gelangen Sie von Caroyas über eine 1,5 Kilometer lange Straße in Richtung Meer und anschließend über einen einfachen Fußweg. Von Leiján gibt es eine längere alternative Zugangsstrecke. Für Pausen im Umfeld stehen zwei ausgewiesene Bereiche zur Verfügung: Das Área recreativa de Los Lagos bietet Parkplätze, Tische, Grillstellen, einen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglichen Bereich und einen Kinderspielplatz. Das Área recreativa de El Pradón liegt neben der Iglesia de San Sebastián und verfügt über Parkplätze, Tische, einen Kinderspielplatz, im Freien aufgestellte Fitnessgeräte für ältere Menschen sowie einen Fußballplatz.
Weitere Orte im Umfeld: Boronas, Canero, Brieves, Luarca, Cadavedo, Almuña
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