Cadavedo: Küste, Camino und Kultur
Küste und Wege
Der Strand von Cadavedo, auch La Ribeirona genannt, hat die typische Form einer Muschel und war ein alter Walfanghafen. Der Strand ist leicht zugänglich und verfügt über einen Parkplatz, Duschen und Toiletten; in der Hauptsaison gibt es dort einen Bewachungsdienst. Seine charakteristische Gestalt und die maritime Vergangenheit gehören damit ebenso zum Strandbild wie die genannten Einrichtungen.
La Regalina findet in Cadavedo am letzten Sonntag im August statt und ist als Fest von touristischem Interesse anerkannt. Auf dem Campo de La Garita findet das Fest unter freiem Himmel neben der Ermita de Santa María de Riégala statt; von dort bietet sich ein Blick auf die Küste und die spektakulären Klippen. Küstenblick, Klippen und der religiöse Schauplatz bilden den konkreten Rahmen dieses Festes.
Die Küstenroute verläuft durch die geschützte Landschaft der Westküste Asturiens, die in das Natura-2000-Netz zur Erhaltung der biologischen Vielfalt einbezogen ist. Eine Küstenroute zwischen Cabo Busto und der Ermita de la Regalina in Cadavedo verläuft abschnittsweise auf der internationalen Route E-9 und dem GR 204. Landschaftsschutz und benannte Fernwege prägen hier denselben thematischen Zugang zur Küste.
Cadavedo ist ein Durchgangsort des Camino de Santiago del Norte beziehungsweise Camino de la Costa durch Valdés. Im Jahr 2022 konnte Cadavéu Anfang oder Ende einer Etappe des Camino de la Costa sein und verfügte über eine Pilgerherberge. Damit stehen sowohl der Durchgang durch Valdés als auch der zeitlich ausdrücklich belegte Etappenstatus im Ortsbezug.
Kultur und Geschichte
Die Ermita de Santa María de Riégala auf dem Campo de La Garita wurde 1931 auf Initiative von Padre Galo errichtet. Die Torre de Villademoros ist ein mittelalterlicher Wehrturm in Cadavedo, der wahrscheinlich aus dem 10. oder 11. Jahrhundert stammt. Am 12. Juni 1961 wurde sie als Bien de Interés Cultural eingestuft. Kapelle und Wehrturm verweisen auf unterschiedliche historische und religiöse Prägungen des Ortes.
Cadavedo verfügt über 89 Hórreos und 34 Paneras sowie über Mühlen, Brunnen, Waschhäuser und Brücken als Beispiele volkstümlicher Architektur. Hórreos und Paneras ergänzen dabei die kleineren Bauwerke und Anlagen zu einem breiten Spektrum traditioneller Architektur.
Die Casa del Padre Galo ist ein Kulturzentrum in Cadavedo, kann besichtigt werden und beherbergt viele der in Cadavedo organisierten Aktivitäten. Besichtigung, Kulturzentrum und Veranstaltungsort sind damit an diesem Gebäude miteinander verbunden.
Die Semana Cultural del Padre Galo umfasst Gemäldeausstellungen, Buchvorstellungen und Lesungen. Sie findet in der Woche um den 7. August statt; bei den Premios Fernán Coronas wird ein Schriftsteller in asturischer Sprache ausgezeichnet. Die genannten Formate verbinden bildende Kunst, Literatur und die Förderung asturischsprachiger Literatur.
Weitere Orte: Brieves, Barcia, Boronas, Almuña, Luarca und Canero.
Lokales Leben
In Cadavedo findet jeden zweiten Sonntag im Monat der Mercau del Occidente „La Paradieḷḷa“ mit ökologischen, handwerklichen, kulturellen sowie Freizeit- und Wellnessangeboten statt. Auf diesem Monatsmarkt stehen damit verschiedene Formen lokaler Aktivität und Beschäftigung zusammen.
Rapa ist ein charakteristisches gastronomisches Produkt von Cadavedo: ein im Ofen gebackener Maismehlkuchen mit Schweinefleischprodukten.
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