Ponga: Wälder, Bergkultur und Wege in Asturien

Wälder, Täler und Tierwelt

Der Naturpark Ponga umfasst das gesamte Gebiet von Ponga und wurde 2018 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. 37 Prozent der Fläche sind von Wäldern bedeckt, vor allem von Buchenwäldern sowie von Eichen-, Birken-, Eschen- und Erlenbeständen. Das Teil-Naturschutzgebiet Peloño zählt zu den größten zusammenhängenden Buchenwaldflächen Asturiens. Das Biosphärenreservat liegt vollständig im heutigen Verbreitungsgebiet des Braunbären und bildet die westliche Grenze der östlichen Population. In ihm gibt es besetzte Balzplätze des Auerhuhns.

Das Desfiladero de los Beyos gehört zu den spektakulärsten engen Flusstälern im Naturpark Ponga. Die wichtigsten Straßenanbindungen sind die N-625 und AS-261; lokale Straßen und Wege verbinden außerdem zahlreiche Siedlungen und höher gelegene Gebiete. Die Route Valle del Ponga (PR-AS 213) ist etwa 10 km lang, klar ausgeschildert und führt durch Wälder, an Flüssen entlang und durch reizvolle Dörfer.

Wanderrouten und besondere Erlebnisse

Die Route zum Pico Pierzu (PR-AS 211) ist eine mittelschwere Hin- und Rückwanderung über 10,16 km von der Collada Llomena. Vom Gipfel bietet sich ein Panoramablick auf die Picos de Europa, den Bosque de Peloño sowie die Täler von Ponga und Sella. Die Route durch den Bosque de Peloño beginnt am Aussichtspunkt Les Bedules, der mit einem für Menschen mit eingeschränkter Mobilität angepassten Holzsteg ausgestattet ist, und folgt dem alten Camín de los Arrieros in den Buchenwald hinein.

Im Desfiladero de los Beyos bietet Multiaventura Vidosa sieben Klettersteige sowie hoch gelegene Seilrutschen und tibetanische Brücken. Dazu gehört die etwa 80 m lange Puente de las Nubes in 350 m Höhe über dem Fluss Sella. Das Erholungsgebiet Mestas bietet einen Aussichtspunkt, Möglichkeiten zum Wandern und Baden, Parkplätze, Tische, Grillstellen und eine Quelle.

In Mestas an der Zusammenkunft der Flüsse Ponga und Taranes gibt es zwei thermale Heilquellen, die ein traditionelles Thermalbad versorgen. Die Casa de Baños in Mestas verfügt über drei Hydromassagewannen und ein großes Schwimmbecken, die von den Thermalquellen gespeist werden.

Bergarchitektur, Feste und Küche

Ponga zeigt traditionelle Architektur und volkstümliche Bauten: Paläste, Herrenhäuser, Kirchen, Gemeinschaftshäuser, Getreidespeicher, Heuschober, Ställe und einfache Berghütten fügen sich in die Berglandschaft ein. Die Torre de Cazo stammt aus dem Mittelalter und ist eines der ältesten Gebäude Asturiens. Ihre strategische Lage über dem Tal des Flusses Ponga und ihre solide Bauweise deuten auf einen militärischen und defensiven Charakter hin. Das Centro de Recepción e Interpretación del Parque Natural de Ponga verfügt über eine Dauerausstellung zu Waldökosystemen und lokalem Leben.

Zur traditionellen Küche Pongas gehören Pote asturiano, haltbar gemachte Fleischwaren und saisonale Wildgerichte wie Bohnen mit Wildschwein, Wildschweinragout und Wildbret. Das Certamen del Queso de los Beyos findet jedes Jahr am ersten Sonntag im Dezember in San Juan De Beleño statt und bietet die Möglichkeit, den Käse zu verkosten. Am 1. Januar findet dort außerdem die Fiesta de El Guirria y del Aguinaldo statt, ein Fest von touristischem Interesse des Fürstentums Asturien. Ventaniella dient weiterhin als Venta und Berghütte für Ausflügler; einst war es außerdem ein Hospital.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Asturien.

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