Grado: Zwischen Flusslandschaft, Pilgerwegen und asturischer Geschichte
Flüsse, Felder und Wege
Grado zeigt seine asturische Eigenart besonders dort, wo Flusslandschaft und ländliches Leben zusammentreffen. Die von den Flüssen Cubia und Nalón gespeisten Auen bieten fruchtbares Land für hochwertigen Gartenbau. Zur ländlichen Landschaft gehören Bauernhöfe, Viehhaltung, Wiesen, Wälder und zahlreiche interessante Routen. So lässt sich der Ort über Natur, Landwirtschaft und Wege zugleich erschließen.
Historische Linien im Ortsbild
Das historische Zentrum von Grado ist als Bien de Interés Cultural geschützt. Ein markantes Baudenkmal ist der Palacio Miranda-Valdecarzana. Er besitzt einen rechteckigen Grundriss um einen zentralen Innenhof und vier Türme an den Ecken. Ursprünglich wurde der Palacio im 15. Jahrhundert errichtet und im 17. und 18. Jahrhundert vollständig im Barockstil umgestaltet.
Auch die Puente de Peñaflor führt tief in die Geschichte zurück: Sie wurde im 12. Jahrhundert errichtet und wegen Überschwemmungen mehrfach wiederaufgebaut. Außerdem war sie Schauplatz bedeutender Kämpfe während des Unabhängigkeitskriegs und des Spanischen Bürgerkriegs. Das Bauwerk steht damit zugleich für historische Verkehrswege und wechselvolle Konfliktgeschichte.
Pilgerwege und Radrouten
Der Camino Primitivo de Santiago verläuft von Osten nach Westen durch Grado. Der Abschnitt ohne Abstecher führt ungefähr 8,5 Kilometer von Peñaflor bis El Freisnu. Die ungefähre Distanz von 8,5 Kilometern macht diesen Abschnitt für eine klar begrenzte Tagesplanung überschaubar. In Nord-Süd-Richtung verläuft außerdem der Camín Real de la Mesa durch Grado. Zu diesem Wegesystem gehören Radrouten mit kulturellen Verbindungen, die durch Grau/Grado führen, darunter der Camino Primitivo de Santiago. Die unterschiedlichen Richtungen machen die historischen Wege zu einem prägenden Bestandteil der Landschaft.
Am Cubia ins Grüne
Die Senda Fluvial del Río Cubía ist ein kurzer, einfacher Weg am Cubia, einem Nebenfluss des Nalón, und verbindet den Ort mit einer naturnahen Umgebung. Auf halber Strecke ist der Jardín de las Mariposas y Polinizadores zu sehen. In der Nähe der Senda befindet sich außerdem ein Erholungsbereich. Die Ruta del río Cubia folgt dem Becken des Cubia und ergänzt den flussbezogenen Blick auf Grado um eine weitere Route.
Museum, Erzeugnisse und romanisches Erbe
Das Museo Etnográfico y de Historia de Grau/Grado wurde 1982 gegründet und verteilt seine Sammlungen auf drei Standorte. Zur Primera Flor de Grado gehört das Certamen de la Faba Asturiana IGP und verwandter Produkte. Ein weiteres historisches Ziel ist San Martín de Gurullés, eine ehemalige, im 12. Jahrhundert von Frauen gegründete Abtei. San Martín de Gurullés gilt als die am besten erhaltene romanische Kirche im zentralwestlichen Asturien.
Von Oviedo aus ist Grado über die Autobahn A-63 oder die N-634 erreichbar.
Weitere Ziele: Grado, Baselgas und Sorribas.
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