Noreña: Kirchen, ein Palast und asturische Feste

In Noreña wurde die Iglesia de Santa María de Noreña über einem früheren romanischen Gotteshaus errichtet; der Bau der heutigen Kirche begann im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts. Ihr Inneres besitzt drei gleich hohe Schiffe, die durch große Arkaden voneinander getrennt und mit vielfältigen Kreuzrippengewölben überdeckt sind. Der Hauptaltaraufsatz ist überwiegend renaissancezeitlich und weist einige manieristische Elemente auf.

Die sakrale Architektur verbindet hier eine ältere religiöse Grundlage mit einem Kirchenbau der frühen Neuzeit und einer späteren kunsthistorischen Ausstattung. So entsteht ein konzentrierter Überblick über verschiedene Bau- und Gestaltungsepochen, ohne dass die einzelnen Merkmale ihre Eigenständigkeit verlieren.

Kultur und Baugeschichte

Zur sakralen Architektur Noreñas gehört die Capilla de la Soledad / Ecce-Homo mit einem Tonnengewölbe und einem Portikus an ihrer Hauptfassade. Ihr barocker Altaraufsatz enthält ein Ecce-Homo-Bildnis des sevillanischen Bildhauers Gregorio Galán del Amo. Nach ihrer Zerstörung durch einen Brand im Jahr 1901 wurde die Kapelle 1903 wiederaufgebaut und 1953 nach dem Vorbild asturischer Landkapellen umgestaltet.

Der Palacio del Rebollín entstand in mehreren Bauphasen zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. Seine Hauptfassade zeigt die Wappen der Familien Argüelles und Argüelles-Quirós. Eine weitere historische Funktion ist mit dem Torre del Reloj verbunden: Er diente als öffentliche Uhr, als Ort zum Zusammenrufen der Einwohner und als Gefängnis.

Neben religiösen und repräsentativen Bauten gehört damit auch ein Gebäude zur Ortsgeschichte, dessen frühere Aufgabe unmittelbar das öffentliche Leben betraf. Die Bauphasen des Palasts und die wechselnden Funktionen des Uhrturms ergänzen die sakralen Zeugnisse um politische und gemeinschaftliche Aspekte.

Architektur und Ortsgeschichte

Der Quiosco de la Música besitzt eine achteckige Eisen-Holz-Konstruktion, eine Kuppel mit Zinkschindeln sowie eine florale und musikalische Ornamentik. Entworfen wurde er 1892, nachdem in Noreña 1891 die städtische Musikkapelle gegründet worden war.

Auch die Fábrica La Luz gehört zu den markanten historischen Gebäuden des Ortes. Sie ist ein emblematisches Gebäude aus dem Jahr 1913 und war die erste Fabrik in Noreña, die bei der Herstellung von Wurstwaren moderne Maschinen einsetzte. Außerdem war sie die erste Fabrik der Welt, die asturische Fabada in Dosen abfüllte.

Musikkultur und Lebensmittelproduktion erscheinen hier als weitere historische Ausdrucksformen des Ortes: Der Quiosco de la Música steht für die städtische Musikkapelle, die Fábrica La Luz für die technische Entwicklung der Wurstwarenherstellung und die Konservierung asturischer Fabada.

Asturische Spezialitäten und Feste

Sabadiego ist eine Wurst aus Blut, magerem Fleisch und Zwiebeln. Die Orden del Sabadiego trägt die gastronomischen Feste rund um dieses Produkt mit. Die Fiesta del Picadillo y el Sabadiego findet jedes Frühjahr zeitgleich mit San Marcos statt und ist als Fest von touristischem Interesse des Fürstentums Asturien anerkannt.

Während der Fiesta de San Marcos bieten örtliche Gastwirte kostenlose Verkostungen der betreffenden Spezialitäten an. Die gastronomische Veranstaltung zu Callos findet seit mehr als 40 Jahren statt und zieht Tausende Gäste an. Bei einer Festveranstaltung in Noreña wird kostenlos Schweinefleisch an Einwohner und Besucher verteilt.

Die kulinarischen Traditionen sind dabei sowohl über ein klar benanntes Produkt als auch über wiederkehrende Veranstaltungen und gemeinschaftliche Festpraktiken überliefert. Frühjahrstermin, Anerkennung und lange Veranstaltungsgeschichte geben diesem Teil der Ortskultur einen festen zeitlichen und institutionellen Rahmen.

Jakobsweg

Noreña ist über die Küstenroute mit dem Jakobsweg verbunden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Noreña.

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