Arnao: Bergbaugeschichte an der Küste
File:Playa de Arnao (Castrillón), Asturias (España).jpg
Foto: LMLM via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Arnao zwischen Grube und Meer
Arnao verbindet eine außergewöhnliche Bergbaugeschichte mit markanten Küstenformationen. Die Kohlemine von Arnao ist die älteste Gewinnungsstätte für Steinkohle auf der Iberischen Halbinsel, besitzt den ältesten Vertikalschacht Asturiens und ist die einzige Unterwassermine Europas. Dadurch begegnen Sie hier einer Industriegeschichte, die nicht nur unter Tage, sondern auch unmittelbar an der Küste sichtbar wird. Die Verbindung von Grube und Meer prägt die Ortsgeschichte in den unterirdischen Stollen ebenso wie an der Küste.
Besonders prägnant ist das Fördergerüst der Mine von Arnao, das als Kulturdenkmal (Bien de Interés Cultural, BIC) ausgewiesen ist. Es steht in Verbindung mit Asturiens erstem abgeteuften Vertikalschacht, der vom 19. Jahrhundert bis zum frühen 20. Jahrhundert dem Abbau in einem Unterwasser-Kohlebergwerk diente. Der historische Industriekomplex von Arnao gehört zum Inventar des Kulturerbes von Asturien. Auch der Zinkmetallurgie-Fabrikkomplex von Arnao ist mit der Einstufung IPCA-CH als industrielles Kulturerbe verbunden.
Gebäude, Schacht und Erinnerungen an die Mine
Das Museo de la Mina de Arnao bleibt wegen Bauarbeiten bis auf Weiteres geschlossen. Es befindet sich in einem restaurierten Bergbaugebäude aus dem 19. Jahrhundert, das ab 1915 als Arbeiterkasino genutzt wurde und zum Interpretationszentrum der Mine umgestaltet wurde. Im Zentrum wird die Geschichte des Industriekomplexes mit audiovisuellen Materialien, Bildern und Informationstafeln vermittelt.
Das Interpretationszentrum kann selbstständig oder im Rahmen geführter Besichtigungen besucht werden. Geführte Besichtigungen führen in den Schacht und durch die jahrhundertealten unterirdischen Stollen von Arnao; dabei wird auch ihre Verbindung zum Meer erläutert. Die geführte Besichtigung verknüpft den Schacht und die unterirdischen Stollen mit dieser Erläuterung der Mine zum Meer. Bei Aktivitäten der Mine werden historische Gebäude des 19. Jahrhunderts, ehemalige Eisenbahntrassen, jahrhundertealte Werkstätten und Erinnerungen an die Bewohner vorgestellt. In Arnao ist außerdem die Lokomotive Eleonore zu sehen, die zum Transport von Erz von Arnao nach San Juan de Nieva eingesetzt wurde. Zudem wurden hier die Überreste der als Spaniens erste Eisenbahn bezeichneten Bahn gefunden.
Küstenlandschaft und Route
La Hollina am Strand Playa de Arnao bildet bei Ebbe ein natürliches Becken. Die Plattform von Arnao ist eine fossile Ansammlung von Korallenformationen, die ein Riff bildet. Beide Orte machen sichtbar, wie eng in Arnao die Geschichte des Bergbaus und die Formen der Küste nebeneinanderstehen.
Die Route Senda Costa Norte verläuft teilweise durch das Natura-2000-Schutzgebiet ZEC Cabo Busto-Luanco. In Arnao kann sie durch einen Besuch des Museo de la Mina de Arnao ergänzt werden; zugleich bleibt das Museum wegen der Bauarbeiten bis auf Weiteres geschlossen.
Weitere Orte: Naveces, La Braña und Piedras Blancas.
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