Naveces zwischen Strand, Küstenroute und Geschichte
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Foto: Maria del Carmen Marqués Marqués via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Naveces verbindet markante Bauwerke, eine ausgeprägte Küstenlandschaft und Wege mit archäologischen Spuren. Gleich neben der Pfarrkirche San Román de Naveces steht eine große, jahrhundertealte Eiche, die mit der Kirche der Ortschaft eine Einheit bildet. Dieses Zusammenspiel von Bauwerk und Baum gibt dem Ort einen konkreten kulturellen Bezugspunkt und eröffnet einen Zugang zu den unterschiedlichen Seiten von Naveces: Architektur, Landschaft und weit zurückreichende Menschheitsgeschichte.
Geschützte Bauformen und San Adriano
Die Casa de los Prada in Naveces ist ein freistehendes Einfamilienhaus mit Turm und steht unter teilweisem Schutz. Die Panera La Cadornia in Naveces steht unter integralem Schutz. Während die Casa de los Prada als Einfamilienhaus mit Turm teilweise geschützt ist, gilt für die Panera La Cadornia integraler Schutz.
Die Kapelle San Adriano besitzt einen geschlossenen unteren Portikus, einen offenen seitlichen Portikus und einen schlichten Glockengiebel mit Rundbogen. Bei der Romería de San Adriano endet das Fest mit einer feierlichen Prozession. So stehen an diesem Ort sowohl klar erkennbare architektonische Einzelheiten als auch eine religiöse Tradition mit öffentlichem Festcharakter im Mittelpunkt.
Strand, Buchten und der Camino Real del Mar
Der Strand Santa María del Mar liegt an der Mündung des Flusses Ferrería und zeichnet sich durch ruhiges Wasser mit geringem Wellengang aus. Zum Strand gehören die Buchten El Puerto und La Llada. Mündung, ruhiges Wasser und die beiden Buchten geben Santa María del Mar eine klar gegliederte Küstengestalt, die sich in den Ortsbezug von Naveces einfügt.
Der Camino Real del Mar führt durch den Bereich El Otero in Naveces und verläuft durch Weiler, Wiesen und einen Mischwald. Entlang des Abschnitts durch El Otero folgen damit bewohnte Bereiche, offene Wiesen und ein bewaldeter Abschnitt aufeinander. Gerade dieser Wechsel macht den Camino Real del Mar als Weg zwischen Siedlung, freier Landschaft und Wald konkret vorstellbar.
Archäologische Spuren an der Küste
Die lithischen Materialien von La Llada entsprechen typologisch Mustern des Mittelpaläolithikums. Bei archäologischen Begleituntersuchungen des Küstenwegs entdeckte Alicia García Fernández 1996 weitere 41 Stücke des Jungpaläolithikums. Beide Fundzusammenhänge verweisen auf eine lange menschliche Präsenz im Küstenraum, ohne dass die einzelnen Epochen miteinander gleichgesetzt werden.
Der Castro de El Escayu ist ein kleiner Hügelrest der Küstenterrasse, der sich nach Norden über dem Meer erhebt. Im Norden und Osten ist er von Wasser umgeben; an der Einfahrt zur Bucht von Santa María del Mar nimmt er eine klar defensive Lage ein. Die Lage des Castro verbindet die Küstenterrasse, das Meer und den Zugang zur Bucht in einem ungewöhnlich präzise beschriebenen Landschaftspunkt.
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