Moreda: Bergbaugeschichte, Festkultur und Wege durch das Río-Negro-Tal

Moreda verbindet sichtbare Bergbaugeschichte mit asturischer Festkultur und Wegen durch das Tal des Río Negro.

Bergbaugeschichte und sichtbare Ortskultur

Der Förderturm des Pozo San Antonio in Moreda ist ein markantes Zeugnis der Bergbaugeschichte. Er gehört zum Inventar des Kulturerbes Asturiens und steht unter integralem Schutz. Auch der Schacht San Antonio verweist auf die industrielle Vergangenheit des Ortes: Er wurde ab 1942 von Hullera Española vertieft; sein Namensgeber war Antonio López, der erste Marqués de Comillas.

Eine Skulpturengruppe in Moreda thematisiert den Einsatz der Bergarbeiterfamilien, die unter schwierigen Bedingungen ihren Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen wollten. Auf der Plaza del Campo de la Iglesia steht die Skulptur „La familia minera“, ein allegorisches Denkmal für den Bergbau.

Zur Ortskultur gehört auch die Pfarrkirche von Moreda, die dem heiligen Martin von Tours geweiht ist. Das dreischiffige Gotteshaus wurde 1946 mit zwei Türmen und einem zentralen Portikus eingeweiht. Zusammen mit den Bergbaudenkmälern entsteht so ein Ortsbild, in dem religiöse Architektur und die Erinnerung an die Arbeit im Bergbau nebeneinanderstehen.

Feste mit asturischer Prägung

Die Fiesta de los Humanitarios ist ein Fest von touristischem Interesse des Fürstentums Asturien und findet seit 1905 jedes Jahr am 11. November in Morea/Moreda statt. Zur Fiesta gehören eine Messe, ein Festwagenumzug und traditionelle asturische Folklore. Damit verbindet der Festtag religiöse Elemente, öffentliche Feier und regionale Kultur.

Die Fiesta de San Martín beziehungsweise Fiesta de los Humanitarios gipfelt in einem San-Martín-Mahl mit Fabada, Casadiellas und Panchón. Der Panchón ist eine für Aller charakteristische Nachspeise. Für Reisende, die lokale Küche nicht losgelöst von Bräuchen und Festen betrachten möchten, wird Moreda dadurch auch kulinarisch interessant.

Bei einer FolkAyer-Ausgabe in Moreda gab es einen traditionellen Markt, einen asturisch-galizischen Tanzworkshop und einen Fackelumzug von der Plaza del Campu de Moreda zum FolkAyer-Zelt in Sotiello. Für den Zeitraum vom 17. bis zum 19. Oktober 2025 war in Moreda de Aller außerdem die zehnte Ausgabe von FolkAyer, dem X Alcuentru Folclóricu d’Ayer, als Treffen für asturische traditionelle Musik und Kultur vorgesehen.

Wege durch das Tal und über den Camino Real allerano

Die Route Les Fuentes PR-AS 133 führt durch das Tal des Río Negro. Ihr Verlauf umfasst Naturlandschaften, Weiler, kleine Dörfer und landwirtschaftlich genutzte Flächen. Die Route verbindet Santibanes de Murias mit Morea/Moreda und endet in Moreda.

Auch der historische Camino Real allerano bietet verschiedene Wandermöglichkeiten. Eine geführte Wanderung mit Erläuterungen verbindet auf diesem Weg Täler und Berge. Zusätzlich verläuft eine etwa 9 km lange Strecke zwischen Moreda und Soto auf dem Camino Real allerano. Eine geführte Route beginnt in Moreda und endet in Soto. Die unterschiedlichen Streckenangaben helfen Ihnen, kurze und längere Wanderideen getrennt zu betrachten, ohne den Charakter des historischen Weges aus dem Blick zu verlieren.

Für die räumliche Einordnung zwischen Moreda und dem Tal des Río Negro ist außerdem die Nebenstraße AE-3 relevant. Sie verbindet Moreda mit Santibáñez de Murias durch das Tal des Río Negro.

Weitere Reiseziele: Santa Cruz de Mieres, Felgueras, Soto de Ribera, La Cruz, El Bravo, Agüeria, Armada, Grandiella

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Montaña Central.

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