Collanzo entdecken: Schluchten, Geschichte und traditionelle Fiestas
Flusslandschaft und historische Orientierung
Am Ortsrand von Collanzo liegt das Erholungsgebiet neben dem Fluss San Isidro. Dort gibt es einen Aussichtspunkt, eine Zufahrt für den Straßenverkehr, einen Bereich mit Tischen und Zugang für Reisebusse. Von Cabañaquinta aus ist das Erholungsgebiet über die AS-253 in Richtung La Raya und Puerto de San Isidro erreichbar. Das macht diesen Ort zu einem gut umrissenen Ausgangspunkt für Eindrücke zwischen Flusslandschaft, Straßenverbindungen und den Bergen des Aller-Gebiets.
Auch die Geschichte von Collanzo reicht über die heutige Ortsstruktur hinaus. Collanzo war bis 1869 die Hauptstadt des Verwaltungsbezirks Aller; in diesem Jahr wurde die Hauptstadtfunktion nach Cabañaquinta verlegt. Die frühere Verwaltungsbedeutung ist damit eng mit einem konkreten Wechsel innerhalb des Bezirks verbunden.
Schluchten, Täler und Wege ab Collanzo
Im näheren Umfeld von Collanzo liegen die Hoces de Río Aller, eine durch die Karsterosion des Flusses Aller in den Kalksteinhängen des Pico La Panda und der Sierra del Campanal entstandene Schlucht. Die Straße AE-6 verbindet Collanzo mit Casomera, La Paraya und Río Aller. Auf dieser Verbindung führt die Route Collanzo–Río Aller von Collanzo in Richtung Casomera weiter nach Río Aller und durchquert dabei die Hoces de Río Aller.
Die Wanderroute Coto de Llanos beginnt in Collanzo und endet in Llanos. Sie verläuft in einem weiten Tal, das sich zu den Orten Llanos und Collanzo hin entwässert, im Umfeld der Gipfel Salengues und Cuchu. Eine weitere Route beginnt in Collanzo und endet am Pinganón de Caidero: Der Weg zum Pinganón del Caidero führt über Wege und Pfade bis zu einem Wasserfall. Es handelt sich um einen geradlinigen Wanderweg mit niedriger Schwierigkeitsstufe; die einfache Strecke ist 5,7 km lang und dauert etwa 1 Stunde und 50 Minuten.
Kirchen mit romanischer und lokaler Geschichte
Die nahe bei Collanzo gelegene Iglesia de San Juan del Río Mera ist eine im volkstümlichen romanischen Stil errichtete Kirche aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und wurde 1972 zum Historisch-Künstlerischen Denkmal erklärt. Sie lag an einem Nebenweg des Jakobswegs und diente als Pilgerunterkunft. Im näheren Umfeld von Collanzo sind die Schlüssel für den Besuch im Dorf bei Teresa Miranda erhältlich. Die Kirche befindet sich in Santibáñez de la Fuente; der Zugang erfolgt in der Nähe der neuen Kirche von Collanzo an der AS-253.
Als weiteres nahe bei Collanzo gelegenes Kulturerbeobjekt ist die Iglesia de San Juan Bautista de Santibáñez de la Fuente im Inventar des architektonischen Erbes Asturiens erfasst. In Collanzo selbst wurde die Pfarrkirche San Juan Bautista de Collanzo am 30. Juni 1968 eingeweiht. Damit stehen an einem Ort unterschiedliche historische Ebenen nebeneinander: eine Kirche aus dem 12. oder 13. Jahrhundert, ihre Verbindung zu einem Nebenweg des Jakobswegs und ein Kirchenbau des 20. Jahrhunderts.
Fiestas und Erinnerungen an die Eisenbahn
In Collanzo wird die traditionelle Fiesta de San Blas von der örtlichen Nachbarschaftsvereinigung organisiert. Zur Fiesta gehört die traditionelle Verteilung von Rosquillas und Wein an die Anwesenden. Außerdem finden in Collanzo die traditionellen Fiestas del Cristo del Amparo statt, die unter dem Patrozinium der dortigen Pfarrkirche stehen. Zu diesen Fiestas gehört die Verteilung von Bollo und Wein unter den Vereinsmitgliedern.
Einen weiteren historischen Bezug bildet die Eisenbahn: Der Abschnitt Ujo–Collanzo wurde 1935 von der Sociedad General de Ferrocarriles Vasco Asturiana eröffnet. Der Haltepunkt Collanzo ist mit der Bahnlinie Collanzo–Baiña verbunden, die zum FEVE-Nahverkehrsnetz Asturiens gehört. Für die weitere Reiseplanung können Sie auch Bello, Castanedo, Cabañaquinta, La Paraya, Felechosa und Conforcos berücksichtigen.
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