Castropol an der Ría del Eo: Kultur, Natur und Wasser

File:Caleyón das Leiras.001 - Castropol.jpg File:Caleyón das Leiras.001 - Castropol.jpg Foto: Fernando Losada Rodríguez via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Castropol liegt an der Ría del Eo, einem Naturreservat mit zugleich fluvialem und maritimem Charakter. Historische Baukunst, kirchliche Kunst, ein festlicher Brauch und verschiedene Aktivitäten auf dem Wasser prägen die unterschiedlichen Seiten des Ortes.

Weitere Reiseziele sind Barres und Becharro.

Kultur und Baugeschichte

Die Villa von Castropol steht seit 2004 als Kulturgut von kulturellem Interesse in der Kategorie Historisches Ensemble unter Schutz. Im historischen Ensemble von Castropol finden sich barocke, modernistische, eklektizistische, rationalistische und regionalistisch-montane Architekturtraditionen. Der historische Ortskern umfasst außerdem repräsentative Beispiele für Herrenhäuser und indische Architektur. Das historische Ensemble, der Parque Vicente Loriente und die Capilla de Santa María del Campo stehen für unterschiedliche architektonische und historische Facetten Castropols.

Der Parque Vicente Loriente wurde 1911 eingeweiht. Zusammen mit den ihn umgebenden Gebäuden bildet er ein modernistisches Ensemble. So treten im Ortskern Parkanlage, Architektur und historische Wohnformen in unmittelbarer thematischer Verbindung auf.

Die Capilla de Santa María del Campo ist rechteckig angelegt und besitzt zwei kleine seitliche Bauteile: eine Kapelle und eine Sakristei. Ihre Gründungsinschrift ist auf einer in die Fassade eingelassenen Tafel erhalten. Die Kapelle wurde beim Brand, der die Villa 1587 verwüstete, zerstört und 1615 wiederaufgebaut.

Die Iglesia de Santiago Apóstol wird der Epoche des Barock zugeordnet und befindet sich in Castropol. Sie bewahrt ein bedeutendes Ensemble barocker Retabel. In der Kapelle der Montenegro aus dem 17. Jahrhundert befindet sich ein Familienpantheon mit Wappen. Außerdem war die Kirche ein Orientierungspunkt auf dem Jakobsweg in Asturien. Die Iglesia de Santiago Apóstol verbindet damit barocke Sakralkunst, die Kapelle der Montenegro und einen Bezug zum Jakobsweg.

Feste und lokale Besonderheiten

Am Wochenende des Fronleichnamsfestes werden die Straßen des historischen Zentrums von Castropol am Sonntag mit traditionellen Blumenteppichen geschmückt. Die Alfombras Florales del Corpus sind ein Fest von touristischem Interesse des Fürstentums Asturien. Der festliche Schmuck gehört damit sichtbar zum Charakter des historischen Zentrums.

Austern gelten als das charakteristische Produkt von Castropol und der Ría del Eo.

Ría del Eo und Wassersport

An der Ría del Eo sind Kanufahrten, Kajak- beziehungsweise Paddelbootfahrten, Windsurfen, Stand-up-Paddling und Segeln möglich. Der fluviale und maritime Charakter des Naturreservats findet in diesen unterschiedlichen Aktivitäten seinen konkreten Ausdruck.

Natur, Geschichte und regionale Einblicke

Das Centro de Interpretación de la Ría del Eo präsentiert anhand von Tafeln sowie Video- und Audioinstallationen die Flora und Fauna des asturisch-galicischen Ästuars sowie die Kultur, Geschichte und Wirtschaft der Region. Zum Zentrum gehört ein Aussichtspunkt im oberen Bereich des Gebäudes, von dem aus man die Ría überblicken kann. Natur- und Kulturinteressierte finden dort Flora und Fauna, regionale Geschichte und den Blick auf die Ría in einem thematischen Zusammenhang.

Route zu den Wasserfällen

Die ausgeschilderte Route zur Cascada del Cioyo führt an mehreren Wasserfällen vorbei bis zum großen Wasserfall.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Castropol.

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