Villamarín: Kulturspuren, Wallfahrt und Wege
File:Estadio Benito Villamarín del Real Betis Balompié.jpg
Foto: CarlosVdeHabsburgo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kulturzeugnisse in Villamarín
Der Túmulo de Espinapata befindet sich in Villamarín. Ebenfalls in Villamarín liegt Casa de Xabrí, ein ethnografisches Kulturerbeobjekt. Die Panera der Casa de Xabrí befindet sich in Villamarín und ergänzt diesen konkreten Bezug zur überlieferten ländlichen Baukultur.
Weitere Kulturzeugnisse in Villamarín sind: Die Fuente y lavadero de La Fonte Barréu befindet sich in Villamarín, ebenso eine traditionelle Quintana-Anlage. Die Capilla de Casa La Cuesta befindet sich in Villamarín. Auch die Panera und Eira de Casa Jose'l Sierru befinden sich in Villamarín. Damit reicht das Spektrum von einem Brunnen- und Waschplatz über eine traditionelle Hofanlage bis zu Kapelle, Speicher und Dreschplatz.
Kirche und mittelalterliche Bezüge
Die Iglesia parroquial de Santa Marina befindet sich in Villamarín. Die Pfarrkirche von Villamarín wurde vor Kurzem restauriert. Typologisch scheint die Pfarrkirche von Villamarín aus dem 18. Jahrhundert zu stammen, könnte aber auch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Die vorsichtige zeitliche Einordnung gehört zu den Besonderheiten dieses Kirchenbaus.
Villamarín besitzt außerdem historische Bezüge, die bis ins Mittelalter zurückreichen. Im Jahr 1217 bezog sich eine Schenkung auf Besitzungen, die Alfonso und Gonzalo Rodríguez ihrem Bruder Pedro, dem Abt von Lapedo, übertrugen; Villamarín gehörte zu diesen Besitzungen. Im Jahr 1151 stand Villamarín in einer Besitzbestätigung, die Kaiser Alfons VII. gemeinsam mit seinen Kindern Sancho, Fernando und Sancha beurkunden ließ.
Wallfahrt und Wege
San Benito wird in Villamarín am dritten Sonntag im September mit einem Gottesdienst und einer Wallfahrt gefeiert. Dieser Termin setzt einen klaren religiösen Akzent im Jahreslauf des Ortes. Für die Reiseplanung ist außerdem der Verlauf des Camín Real de Salceo interessant: Der Weg zweigt am Alto del Mouro vom Camín Real de la Mesa ab und verläuft weiter durch den Bereich von Campa El Carbaéu und San Roque.
Eine Wanderung führte von Ambás über den Camín Real de Salceo und anschließend hinunter nach Villamarín. Der Ort erscheint in diesem Zusammenhang als Zielpunkt eines konkreten Wegverlaufs, während der Camín Real de Salceo am Alto del Mouro vom Camín Real de la Mesa abzweigt. Wallfahrt und historische Wege stehen dabei neben den überlieferten Bezügen zur Ortsgeschichte.
Pico Caldoveiro und regionaler Naturraum
Im weiteren regionalen Umfeld von Villamarín zählt die Geschützte Landschaft des Pico Caldoveiro in den vorherrschenden Kalksteinbereichen typische Karstlandschaften zu ihren Landschaftsformen. Dazu gehören tiefe Schluchten, Blindtäler, Schwinden, Karrenfelder, Dolinen und Canyons. In der Geschützten Landschaft des Pico Caldoveiro zählen außerdem Braunbär, Wolf, Hirsch und Greifvögel zur repräsentativen Fauna.
Die Geschützte Landschaft des Pico Caldoveiro umfasst den Teil von Grado südlich der Orte Tolinas und Villamarín. Der regionale Bezug ist damit weiter gefasst als der Ort selbst. In Villamarín engagiert sich eine Vereinigung für die Wiederherstellung und Erhaltung von Wegen, Grünflächen und bewaldeten Bereichen. Die Vereinigung von Villamarín ist außerdem mit Ausstellungen, Kursen, Workshops sowie allgemein kulturellen und Bildungsaktivitäten verbunden.
Anreise nach Villamarín
Villamarín ist über die AS-311 erreichbar. An der Kreuzung bei El Llanón zweigt man auf die GR-5 ab; von der westlichen Seite der GR-5 führt eine Abzweigung zum Ort. Diese Straßenbezüge ergänzen die kulturellen, historischen und landschaftlichen Themen um eine konkrete Orientierung für die Anfahrt.
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