Fortanete zwischen Burg, Kiefernwäldern und Tradition
Unterkünfte in Fortanete
Fortanete: Spuren von Mittelalter und Renaissance
Fortanete bewahrt die Reste einer mittelalterlichen Burg und einen erhaltenen Abschnitt der Verteidigungsmauer, der bis zu einem ehemaligen Torturm hinabführt. Die Iglesia parroquial de La Purificación ist eine barocke Pfarrkirche, die in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut und 1693 fertiggestellt wurde. Einen anderen historischen Akzent setzt das Renaissance-Rathaus von Fortanete, die Casa Consistorial. Es wurde 1520 erbaut und besitzt im Erdgeschoss eine Loggia mit drei Rundbögen. Im Obergeschoss ruht eine hölzerne Kassettendecke auf geschnitzten Kragsteinen.
Weg durch Wald und Tal
Wenn Sie Fortanete mit einer Wanderung verbinden möchten, führt der PR-TE 85 als Sendero Turístico de Aragón von Villarroya de los Pinares nach Fortanete. Der Verlauf zieht über die Felsfläche La Lastra, durch einen Wildkiefernwald und entlang des Río Fortanete beziehungsweise der Rambla de Mal Burgo bis zum Ort. Zur kleinteiligen Kulturlandschaft gehört außerdem die Puente de piedra y huertos: eine Steinbrücke mit abgeflachtem Rundbogen und der für mittelalterliche Brücken typischen Neigung. An ihrem Fuß liegen kleine Gartenparzellen, die durch Trockenmauern geteilt sind und jeweils über einen kleinen Wasserbrunnen verfügen.
Kiefernlandschaft und weiter Blick
Der Mirador de la Capellanía bietet einen weiten Ausblick auf das Tal der Sierra de La Cañada, die Gemeinde La Cañada de Benatanduz und die umliegenden Landschaftsformen. Auch Las Dehesas erzählt von einer tiefgreifenden Veränderung: Nach der Entvölkerung wandelte sich die Landschaft von früheren Viehweiden und bewirtschafteten Parzellen zu Ödland und Weideland, während sich der Kiefernwald auf Kosten der Wiesen und Weiden ausbreitete. In den Kiefernwäldern von Fortanete finden zahlreiche Tierarten einen ökologischen Rückzugsraum. Dazu gehören Gartenschläfer, Eichhörnchen, Hasen, Kaninchen, Wildschweine, Steinböcke, Rehe, Füchse, Dachse, Fichtenkreuzschnäbel und Buntspechte.
Handwerk, Feste und regionale Küche
Das Centro de Interpretación de los Pinares befindet sich im ehemaligen Gebäude der Ziegelei und vermittelt anhand von Modellen, Tafeln und Multimedia-Elementen Wissen über Forstwirtschaft, Fauna, Flora, Pilze und Viehzucht in den Kiefernlandschaften von Fortanete. Die Torre de Mercadales ist ein Beispiel für den Typus der Wehrtürme, die zu den historischen, für die Gebirgszüge von Gúdar-Maestrazgo charakteristischen Masadas gehören. Die Ermita de San Cristóbal gilt als die älteste Einsiedelei von Fortanete und stammt wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert; ihr Vorbau diente Hirten und Wanderern als Schutz.
Die Patronatsfeiern von Fortanete finden ungefähr am 10. Juli zu Ehren von Santa Bárbara, La Virgen del Rosario, Nuestra Sra. del Loreto und San Cristóbal statt. Am Ende der Pfingstzeit führt eine Wallfahrt zur Ermita de la Virgen del Buen Suceso, an der das ganze Dorf teilnimmt. Zur örtlichen Handwerkstradition gehören einige der letzten Handwerker der Schnitzkunst aus Buchsbaum. Das Holz wurde traditionell für Haushaltsgegenstände und Zubehör der Viehzucht verwendet, etwa für Klöppel von Viehglocken. Zur traditionellen Küche im Umfeld von Fortanete gehören Schweinefleischeintopf, Knoblauchsuppe, Kaninchen in Escabeche, Lamm-Caldereta und Conserva.
Weitere Reiseziele: Teruel, Orihuela Del Tremedal, Pitarque, Alloza, Bello, Mosqueruela, Abejuela, Valdealgorfa
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