Burbáguena: Mudéjar-Kultur und Burgen im Jiloca-Tal
Unterkünfte in Burbáguena
File:Burbáguena, Teruel, España, 2014-01-08, DD 11.JPG
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Historische Spuren im Ortsbild
Burbáguena verbindet mehrere klar erkennbare Kapitel der aragonesischen Geschichte. Die Iglesia de Nuestra Señora de los Ángeles ist als „Bien de Interés Cultural – Monumento“ geschützt. Ihr fünfgliedriger Turm stammt aus dem 18. Jahrhundert und gehört zur großen Gruppe der Mudéjar-Glockentürme im Tal des Jiloca. Bereits 1763 war dieser Turm in Gebrauch. Damit steht in Burbáguena ein Kirchturm, der sowohl in die örtliche Baugeschichte als auch in den größeren Zusammenhang der Mudéjar-Architektur des Jiloca-Tals gehört.
Burgen, Plattform und Casa Latorre
Auch die Burggeschichte ist mit mehreren Bezeichnungen und Zeitebenen präsent. Das Castillo de Burbáguena, auch Burbaca oder Burbachana genannt, existierte im 12. Jahrhundert. Vom ehemaligen Castillo de Burbáguena sind nur zwei Türme aus Stampflehm sowie Reste der äußeren Mauer erhalten. Das Castillo de Burbacana gehört nach der zweiten Zusatzbestimmung des Gesetzes 3/1999 vom 10. März über das aragonesische Kulturerbe zu den als „Bienes de Interés Cultural“ eingestuften Burgen. Auf einer erhöhten Plattform gelegen, bietet das Castillo de Burbáguena einen Überblick über den Ort und einen großen Teil des Tals des Jiloca.
Eine weitere historische Facette bildet Casa Latorre. Das Herrenhaus wurde wahrscheinlich im 16. oder 17. Jahrhundert errichtet und war später mit den Markgrafen von Montemuzo verbunden. An seiner Fassade ist ein in Alabaster geschnitztes Wappen der Familie Latorre erhalten. So lässt sich die Geschichte Burbáguenas nicht nur über Türme und Befestigungen, sondern auch über die Gestaltung eines einzelnen Hauses nachvollziehen.
Ermita und Festtag im April
Zur religiösen Baugeschichte gehört die Ermita de San Pedro Mártir. Der Barocktempel wurde 1632 errichtet und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Er liegt auf einem Hügel außerhalb der Gemeinde Burbáguena, 1 km vom Ortskern entfernt. Mit dem Bauwerk ist außerdem ein fester Termin im örtlichen Jahreslauf verbunden: Das Patronatsfest zu Ehren von San Pedro Mártir de Verona findet am letzten Aprilwochenende statt. Es beginnt mit einer Prozession zur Ermita de San Pedro Mártir, gefolgt von einer Messe.
Jiloca-Tal zwischen Kultur und Landschaft
Burbáguena gehört außerdem zur Ruta Mudéjar der Comarca del Jiloca. Diese regionale Route hat einen natürlichen und kulturellen Schwerpunkt; Burbáguena zählt auf ihr zu den Beispielen für Kirchtürme. Ergänzend zeigt der Abschnitt des PR-TE 39 zwischen Burbáguena und Luco del Jiloca eine ländliche Seite des Tals: Er verläuft durch Obstgärten und Ufergehölze. Dadurch stehen im Umfeld des Ortes nicht nur historische Bauwerke, sondern auch die von Landwirtschaft und Gewässernähe geprägten Landschaftsräume des Jiloca im Mittelpunkt. Wer Burbáguena betrachtet, begegnet somit einem Ort, an dem Mudéjar-Architektur, mittelalterliche Burggeschichte, barocke Sakralbauten und die regionale Kulturlandschaft eng aufeinanderfolgen.
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