Fayón: Geschichte, Kunst und Wege am Wasser
Unterkünfte in Fayón
Fayón verbindet Bürgerkriegsgeschichte, Wasserwege und Wanderstrecken. Im Museo Fayón Ebro 1938. La Batalla werden geführte Ausflüge zu den nahe bei Fayón gelegenen Schützengräben angeboten. Das Museum selbst zeigt Modelle, zeitgenössische Dokumente und Plakate sowie Gewehre, Patronen, Bajonette, Uniformen und von der Luftfahrt abgeworfenes Material. Zur Dauerausstellung gehört außerdem ein beispielhaftes Lager mit Funktechnik, Kantine, Gefechtsstand, Begleitposten, Bunker und Feldlazarett.
Wanderwege zwischen Ufer und Geschichte
Für eine längere Wanderung steht der PR-Z 161: Vuelta a la Ermita de San Jorge. Der Rundweg ist 16 Kilometer lang, gehört zu den touristischen Wanderwegen Aragoniens und schließt an den Camino Natural del Ebro an. Die Länge des PR-Z 161 gibt für die Planung einer Wanderung einen klaren Rahmen. Eine andere Perspektive eröffnet der PR-Z 160: Ruta de la Ermita del Pilar, der ebenfalls zu den touristischen Wanderwegen Aragoniens gehört. Er verläuft am Ufer des Stausees entlang und führt an dem aus dem Wasser ragenden Glockenturm unterhalb der Ruinen des Castell de Faió vorbei. Beim PR-Z 160 lässt sich der Wegverlauf über das Ufer, den Glockenturm und die Ruinen des Castell de Faió als Abfolge konkreter Orientierungspunkte nutzen.
Der Glockenturm lässt sich mit Kajak oder Stand-up-Paddle-Board erreichen. Wer das Wasser lieber in Begleitung erkundet, findet bei El Llaüt de Fayón geführte Fahrten auf dem Fluss Matarraña und an dessen Mündung in den Ebro. Dabei wird die Geschichte des alten Fayón vermittelt. Die Route beginnt und endet am Embarcadero de la Reixaga in Fayón; einige geführte Fahrten beinhalten zudem einen Halt am Castillo. An diesem Halt können Besucher die Überreste einer auf einem Hügel gelegenen Festung aus dem 14. Jahrhundert erkunden. Die Wasserroute hat mit dem Embarcadero de la Reixaga zudem einen fest benannten Start- und Endpunkt.
Erinnerung, Kunst und regionale Aromen
Die historische Nachstellung der Schlacht am Ebro findet jedes Jahr statt und umfasst rund 300 Reenactors sowie Boote, Flugzeuge, Kavallerie und historische Fahrzeuge. Eine besondere Stellung nimmt die Posición nº36 ein: Ihre vollständig kreisförmige Struktur gilt in der Militärarchitektur des Spanischen Bürgerkriegs als ungewöhnlich. So ergänzt sich das historische Museumserlebnis mit Schauplätzen und Veranstaltungen, die unterschiedliche Zugänge zur Vergangenheit eröffnen.
Auch die Kunst hat in Fayón einen eigenen Ort. Das Espacio María Pilar Burges zeigt 80 Werke der ersten Doktorin der Bildenden Künste in Aragón. Einen anderen regionalen Akzent setzt die Verkostung von nativem Olivenöl extra, die im Rahmen eines von der Cooperativa Agraria San Sebastián und der Asociación de Empresarios y Emprendedores de Fayón geförderten Projekts angeboten wird.
Historische Besichtigungen, Wanderungen und Wasseraktivitäten stehen damit in Fayón nebeneinander und lassen sich thematisch miteinander verbinden.
Weitere Reiseziele
Weitere Reiseziele: Pedrola, Albeta, Granja de San Pedro, Juslibol, Almonacid de la Sierra, Sabiñán, Torrijo de la Cañada, Saragossa
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saragossa.