Alborge: Mühlen, Burgruinen und Uferwege
Unterkünfte in Alborge
Wasserbau und historische Spuren
In Alborge treffen Wasserbau, Getreideverarbeitung und ländliche Tradition aufeinander. Der hydraulische Komplex von Alborge besteht hauptsächlich aus einem Wehr, einer Getreidemühle und einem Noria-Wasserrad und wurde im 16. Jahrhundert errichtet. Im Komplex sind die Mühlenmaschinen und das zum Mahlen des Getreides verwendete Mühlrad erhalten. Wer auf Reisen nicht nur Landschaft, sondern auch technische und handwerkliche Geschichte kennenlernen möchte, findet hier einen klaren thematischen Schwerpunkt.
File:Alborge, Zaragoza, España, 2015-12-23, DD 46.JPG
Foto: Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Burg, Kirche und Nevera
Die Ruinen der Burg von Alborge liegen auf einer Anhöhe am westlichen Ortsrand. Sie bestehen aus Mauerwerk mit einem rechteckigen Grundriss von etwa 30 mal 15 Metern. Die Nevera von Alborge ist in Sandstein eingetieft und mit einer gemauerten Kuppel bedeckt. Ihr runder Schacht hat einen Durchmesser von 5 Metern und ist 12 bis 15 Meter hoch.
Auch die Iglesia de San Lorenzo in Alborge zeigt eine klar gegliederte historische Architektur: Sie hat einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes, ein einschiffiges Langhaus, sieben Kapellen und einen in den unteren Fassadenbereich integrierten Turm. Die Kirche wurde 1686 auf Initiative des Klosters Rueda errichtet; der Turm wurde 1797 fertiggestellt. So begegnen Ihnen in Alborge unterschiedliche Bauaufgaben – von der religiösen Architektur bis zur früheren Nutzung von Wasser und Eis.
Von der mittelalterlichen Geschichte zu den Ölmühlen
Die Geschichte des Ortes reicht bis ins Jahr 1166 zurück. Damals wurde Pedro Capalbo und seinen Nachfolgern ein Viertel des Gebiets von Alborge überlassen; zu den Bedingungen gehörte der Bau eines Wehrs, von Bewässerungskanälen und einer Burg. Die alten Ölmühlen von Alborge zeugen von einer langjährigen Tradition der Olivenölherstellung. Die am besten erhaltene historische Ölmühle befindet sich im unteren Teil von Alborge und bewahrt einen Teil ihrer Maschinen sowie die ursprünglichen Pressen; sie wurde 1775 errichtet.
Besichtigung und Festtage
Wenn Sie den hydraulischen Komplex von innen kennenlernen möchten, kann das Innere der restaurierten Getreidemühle nach vorheriger Terminvereinbarung beim Ayuntamiento von Alborge besichtigt werden. Im Jahreslauf markieren außerdem mehrere feste Termine das örtliche Leben: In Alborge findet jedes Jahr am 29. April eine Wallfahrt zur Virgen de Montler statt. Am 10. August feiert Alborge sein Patronatsfest zu Ehren von San Lorenzo Mártir. In den ersten Dezembertagen findet in Alborge eine öffentliche Matacía statt.
Uferwege und Flusslandschaft
Für Wege am Fluss bietet Alborge mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Der GR99 folgt ab Alborge einem unbefestigten Weg am Ebro entlang und umrundet dessen Mäander. In der Umgebung von Alborge führt ein Uferweg zu einer ehemaligen Fährstelle, deren Geschichte bis ins Jahr 1336 zurückreicht und die nach Cinco Olivas führte. Der Uferweg bietet Zugang zu Ufergehölzen und über eine kleine Brücke zu einer Mejana, also einer Flussinsel. Vom Mirador de las Tres Aguas bietet sich ein Blick auf den Fluss und das Mühlenwehr. Damit erhalten Spaziergänge und Wanderungen in Alborge einen deutlichen Bezug zu Wasser, Ufer und historischer Nutzung.
Weitere Reiseziele
Weitere Reiseziele: Biel, Jaraba, Calcena, San Juan De Mozarrifar, Vera De Moncayo, Cuarte De Huerva, Sádaba und Calatayud.
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