Jaraba: Kalksteinschluchten, Felskunst und Kulturerbe
In Jaraba liegen der Cañón del Río Mesa und der Barranco de la Hoz Seca, zwei Kalksteinschluchten mit senkrechten Wänden von mehr als 100 Metern Höhe.
Zum Gemeindegebiet von Jaraba gehören 3.064,37 Hektar des Natura-2000-Netzes in Aragón. Das Gebiet ist sowohl als ZEPA (Vogelschutzgebiet) als auch als LIC (Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung) geschützt.
Natur
In diesem Gebiet gibt es eine bedeutende Kolonie von Gänsegeiern sowie Steinadler, Schmutzgeier, Wanderfalken und Uhus. Die geschützte Landschaft und ihre Vogelwelt liegen damit in demselben räumlichen Zusammenhang wie die beiden markanten Schluchten.
Die geologische Stätte „Cañón y manantiales del río Mesa y termalismo de Jaraba“ bietet eine leichte, dreistündige Route. Ihr Name nennt neben dem Cañón auch die Quellen des Flusses Mesa und den Thermalismus von Jaraba. Sie ist über eine asphaltierte Straße mit Busparkplatz erreichbar.
Ein natürlicher Aussichtspunkt in Jaraba bietet Ausblicke auf die Promenaden der Thermalbäder Serón und Sicilia sowie auf den Beginn der Schlucht des Flusses Mesa. Von diesem Punkt aus erscheinen damit sowohl die Thermalbadpromenaden als auch der Schluchtbeginn innerhalb derselben Aussicht.
Aktivität
Der GR-24 ist als touristischer Wanderweg Aragoniens katalogisiert. Er verbindet Jaraba und Calmarza entlang des Flusses Mesa. Die lineare Route führt somit zwischen diesen beiden Orten über eine festgelegte Verbindung am Fluss.
Die lineare Route ist 6,86 Kilometer lang und mittelschwer.
Die Kalksteinwände der Schlucht des Flusses Mesa zwischen Jaraba und Calmarza bieten Möglichkeiten für Sportklettern sowie für kleinere künstliche Big-Wall-Routen. Diese Routen beziehen sich auf denselben Abschnitt der Kalksteinlandschaft, der auch vom GR-24 zwischen beiden Orten berührt wird.
Kultur
Die permanente Ausstellung und Ludothek Eustaquio Castellano für Ausschneidespielzeug in Jaraba präsentiert Hunderte von Papier-Spielzeugteilen und -aufbauten. Für Familienbesuche ist sie gedacht. Die Sammlung verbindet dabei einzelne Papier-Spielzeugteile mit den dazugehörigen Aufbauten.
Traditionelle Schafställe und Viehunterstände, die in den Felshöhlen des Barranco de la Hoz Seca angelegt wurden, gehören zum ethnografischen Erbe von Jaraba.
Einige dieser Bauwerke wurden restauriert und mit Elementen zur Erläuterung des Kulturerbes ausgestattet. So sind an einem Teil der historischen Bauten zusätzlich Erläuterungen zu ihrem kulturellen Zusammenhang angebracht.
Die Felsmalereien von Roca Benedí im Barranco de la Hoz Seca liegen im Gemeindegebiet von Jaraba (Zaragoza) und wurden 2009 entdeckt.
Sie sind mehr als 7.000 Jahre alt und gehören zur levantinischen Kunst. Als westlichster Fundkomplex dieses Stils auf der Iberischen Halbinsel gelten sie.
Die Iglesia de la Transfiguración del Señor ist als architektonisch bedeutendes Kulturgut eingestuft und wurde im 16. Jahrhundert erbaut.
Am Eingang des Barranco de la Hoz Seca liegt ein Heiligtum auf einem Felsvorsprung.
Seine geräumige Kirche wurde im 18. Jahrhundert über einer früheren Kapelle errichtet, die in einer Felsnische lag. Damit umfasst die Baugeschichte des Heiligtums sowohl die frühere Kapelle in der Felsnische als auch die später darüber errichtete Kirche.
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Kultur
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