Torres de Alcanadre zwischen Flusslandschaft und Geschichte

Zwischen Flussebene und Sandsteinhügel

Torres de Alcanadre liegt in einer weiten, landwirtschaftlich geprägten Ebene nahe dem Ufer des gleichnamigen Flusses. Die durch die Flusslandschaft des Alcanadre entstandenen Felsvorsprünge bieten gefährdeten oder sehr gefährdeten Vögeln wie Schmutzgeier, Steinadler, Uhu und Bienenfresser Lebensraum. Auf der Rundwanderung Ribera del Alcanadre führt der Weg am Flussufer durch Saso-Gelände, Anbauflächen und Auwald. Häufig lassen sich unterwegs unter anderem Blaumerle, Alpenkrähe, Dohle und Turmfalke beobachten.

Kirche, Einsiedelei und Ortskern

Im Ortskern von Torres de Alcanadre gibt es traditionelle Architektur zu sehen. Die Pfarrkirche Nuestra Señora wurde im 17. Jahrhundert im volkstümlichen Barockstil erbaut. Sie besitzt ein einschiffiges Langhaus mit Lunettengewölbe, einen geraden Chorabschluss und acht Seitenkapellen. Die Einsiedelei San Bartolomé stammt aus dem 13. bis 17. Jahrhundert. Sie steht neben dem alten Friedhof auf einem Sandsteinhügel und bietet einen schönen Blick auf das Flussbett des Alcanadre.

Orientierung zur Ribera del Alcanadre

Das astronomische Observatorium liegt einen Kilometer von Torres de Alcanadre entfernt in Richtung der Einsiedelei San Bartolomé und des Friedhofs. Zur Wanderroute Ribera del Alcanadre gelangt man von der A-22 über die Ausfahrt Liesa/Torres de Montes und die A-1222 bis Blecua, eine Strecke von 10 km. Anschließend führt die Anfahrt über die A-1217 bis Torres de Alcanadre, weitere 16 km. Im Ort kann man parken, bevor der Weg an der Einsiedelei San Bartolomé beginnt.

Zwei Rundrouten für das Wandern

Die Route David Gómez ist eine Rundroute ausschließlich zum Wandern und beginnt an der Einsiedelei San Bartolomé in Torres de Alcanadre. Die Route Ribera del Alcanadre ist eine Rundwanderung mit Ausgangspunkt in Torres de Alcanadre. Bei der Ribera del Alcanadre wechseln sich am Ufer Saso-Gelände, Anbauflächen und Auwald ab; zugleich eröffnen die Felsvorsprünge der Flusslandschaft Lebensräume für seltene und gefährdete Vogelarten.

Wallfahrten, Festtage und Fabla

Die Wallfahrt zur Einsiedelei San Bartolomé findet am Ostermontag und am 24. August statt. Die Patronatsfeierlichkeiten von Torres de Alcanadre finden zwischen dem 24. und dem 28. August zu Ehren des heiligen Bartholomäus statt. Eine weitere Wallfahrt nach Puymelero findet am ersten Samstag im Mai statt. Torres de Alcanadre ist außerdem mit dem Kloster Casbas verbunden: In einer von König Alfons II. im Jahr 1179 ausgestellten Urkunde wurde der Ort als Besitz des Klosters aufgeführt. Die Einwohner von Torres de Alcanadre bewahren die Fabla weiterhin als Sprache.

Historischer Weg zwischen Pyrenäen und Ebene

Eine zusätzliche regionale Perspektive bietet die Radroute Ribera del Alcanadre. Sie verläuft zwischen Peralta de Alcofea und Lacuadrada auf demselben historischen Weg, den transhumante Herden für ihre saisonalen Wanderungen zwischen den Pyrenäen und der Ebene nutzten.

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