Sabayés: Sakralbauten, Burgreste und Landschaft

File:Sabayés, Nueno.jpg File:Sabayés, Nueno.jpg Foto: Willtron via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Sabayés liegt am Fuß des Parque Natural de la Sierra y los Cañones de Guara. Von Sabayés aus ist das Naturdenkmal Salto de Roldán sichtbar. Rund um den Ort gibt es rund sechs kurze Wanderrouten; zu ihnen gehört eine Interpretationsroute durch das Umfeld des Ortes. Landschaft und Ortsgeschichte lassen sich hier daher über unterschiedliche konkrete Schauplätze erschließen.

Romanische Kirche und Wehrglockenturm

Die Pfarrkirche San Andrés ist ein romanischer Bau, der im 16. und 17. Jahrhundert umgestaltet wurde. In ihr befindet sich ein aus Gips modelliertes Hauptretabel; erhalten sind zwei seitliche Bildfelder und ein Aufsatz mit drei volkstümlichen Darstellungen. Der Außenbau des Turms ist durch Gesimse in fünf Baukörper gegliedert. Der Kirchturm gilt als Wehrglockenturm und folgt dem Vorbild der Türme, die die Pyrenäenberge schützten.

Ermita de Nuestra Señora del Patrocinio

Die Ermita de Nuestra Señora del Patrocinio ist ein einschiffiger Bau aus Quadersteinen mit seitlichen Altären unter Rundbögen. Außerhalb der Ermita steht ein 1760 errichtetes Haus des Santeros. Örtlich ist die Kapelle als „Gallinano“ bekannt. Der Name geht auf eine mündliche Überlieferung zurück, nach der Hühner durch hahnenähnliches Krähen vor dem Diebstahl des Marienbildes warnten. Am 8. September wird in Sabayés die Virgen del Patrocinio mit den Fiestas Mayores geehrt.

Burgreste und Weinkeller

Bei den Überresten der Burg von Sabayés befindet sich eine rechteckige, aus dem Boden ausgehobene Vertiefung, die als Zisterne gilt. Zu den Burgresten gehört außerdem die Ruine eines rechteckigen Turms. Unter dem Burghügel und unter weiteren Bereichen des Ortes liegen in den Fels gehauene Weinkeller. Ihr weitgehend konstantes Feuchtigkeits- und Temperaturniveau begünstigte die Gärung und Lagerung des in Sabayés erzeugten Weins.

Fuente de los Huertos

Die Fuente de los Huertos ist ein Brunnen aus dem 17. oder 18. Jahrhundert vom Typus der Renaissance. Er wurde aus Sandsteinquadern errichtet und besitzt einen Rundbogen. Zu seinem Komplex gehören eine kleine Viehtränke, ein Waschhaus und ein Becken zum Sammeln von Bewässerungswasser aus den angrenzenden Gärten.

Interpretationszentrum und Wege

Das Interpretationszentrum Espacio Salto de Roldán widmet sich der Botanik und der Viehzucht der Umgebung. Das Gebäude wurde mit dem García-Mercadal-Architekturpreis ausgezeichnet. Ein Weg verbindet Sabayés mit dem Interpretationszentrum. Außerdem führt die Etappe Castilsabás–Loarre der Prepirenaica Slow Medieval zum Interpretationszentrum mit Herberge in Sabayés. Zusammen mit den kurzen Routen entsteht ein klarer Bezug zwischen Ortsumfeld, Naturthemen und überregionaler Wegführung.

Defensiv geprägtes Ortsbild

Der Arco Coscullano war der frühere Zugang zum befestigten Bereich von Sabayés. Das Ortsensemble liegt aufgrund seiner strategischen Lage in einem defensiv geprägten Umfeld.

Weitere Orte entdecken: Boltaña, Arro, Rapún, Sahún, Montanuy, Montmesa, Biniés, Sopeira.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huesca.

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