Ballobar: Burgruinen, Flusslandschaft und historische Wege

File:Ballobar - Puente medieval sobre el río Alcanadre (02).jpg File:Ballobar - Puente medieval sobre el río Alcanadre (02).jpg Foto: ecelan via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Ballobar verbindet Flusslandschaft und historische Spuren auf engem Raum. Der Ort liegt am Zusammenfluss des Alcanadre und des Cinca neben dem als Las Ripas bezeichneten Lehmkliff. Die spektakulären geologischen Formationen von Las Ripas zeigen einen vom Fluss geöffneten vertikalen Einschnitt von großer naturkundlicher Bedeutung.

Las Ripas und Blicke über die Becken

Der Aussichtspunkt bei der Ermita de San Juan Bautista ist von der A-131 in Ballobar über die HU-V-8601 und anschließend über eine landwirtschaftliche Piste in Richtung der Kapelle erreichbar. Von dort bietet sich der Blick über Las Ripas, mit dem Alcanadre-Becken im Vordergrund und dem Cinca-Becken dahinter. Eine eigene Perspektive eröffnet die BTT-Route Ballobar–Ripa del Pilar Nr. 12: Vom Gipfel der Ripa del Pilar bietet sie spektakuläre Ausblicke.

Burgen, Türme und El Puente Viejo

Die Ruinen des Castillazo de Ballobar gehören zu den als Bienes de Interés Cultural eingestuften Burgen; erhalten sind die Reste eines rechteckigen Turms von 12 × 4 Metern. Das Castillo de Ballobar, auch Castillazo genannt, ist ein im 12. oder 13. Jahrhundert errichteter Wachturm, der zum Schutz der Siedler nahe dem Fluss diente. Die Torre de la Forza ist ein mittelalterlicher christlicher Wehrturm, von dem nur noch Ruinenreste erhalten sind. Sie steht unter dem Schutz der allgemeinen Erklärung gemäß Dekret vom 22. April 1949 und des Gesetzes 16/1985 über das spanische historische Erbe. Auch El Puente Viejo gehört zu dieser Folge historischer Bauzeugnisse: Die Brücke wurde um das Jahr 1300 unter Verwendung von Steinen eines früheren römischen Brückenbaus wiederaufgebaut. Über den Alcanadre ist El Puente Viejo Teil des GR-261, der die Comarca Bajo/Baix Cinca durchquert.

Wallfahrt, Brauchtum und lokale Erinnerung

Im Barranco de las Hechiceras befinden sich sichtbare megalithische Grabdenkmäler. Der Ort ist im lokalen Brauchtum außerdem mit Hexen, Wahrsagern und Heilern verbunden. Eine weitere historische Verbindung zur regionalen Religionsgeschichte hat die Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción: Sie war eine Pilgerkirche an einem sekundären Jakobsweg, der von Lleida über Fraga und Ballobar in Richtung Huesca führte. Seit jeher veranstaltet Ballobar jeden Ostermontag eine Wallfahrt zur Ermita de San Roque. Neben der Kapelle werden dabei 1.500 Brote, 1.800 Eier und Sardinen zum Grillen verteilt. In der Calle del Torno erinnert ein Graffiti von Alberto Soez an die Frauen von Ballobar, die früher am Alcanadre die Familienkleidung wuschen.

Parque La Sierra

Im Parque La Sierra gibt es einen Rundkurs durch den gesamten Park sowie verschiedene Anlagen für gymnastische Übungen.

Weitere Orte zur Orientierung

Gerbe, Alquézar, Sesué, Morillo De Liena, Charo, Binéfar, Lecina, Estopiñán Del Castillo

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huesca.

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