Binéfar zwischen Geschichte und Wegen am San Quílez

File:Estación de riegos de Binéfar.jpg File:Estación de riegos de Binéfar.jpg Foto: Srnais via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Binéfar verbindet Ortsgeschichte, Festtraditionen und zeitgenössische Kultur mit einem Landschaftsbezug, der bis zur Sierra de Alcort reicht. Zu den markanten historischen Fakten gehört der Vertrag von Binéfar: König Pedro IV. und Don Enrique de Trastámara unterzeichneten ihn am 6. Oktober 1363 in Binéfar. Auch ein schwarz-weißes Urban-Art-Wandbild führt in die Vergangenheit. Es reproduziert ein altes Foto der Plaza La Litera und wird als Hommage an das kollektive Gedächtnis der Stadt sowie an die Geschichte dieser Plaza präsentiert.

Geschichte im Ortsbild und an der Calle Mayor

Die Cruz de Término in Binéfar ist eine Rekonstruktion eines verschwundenen gotischen Kreuzes aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1997 eingeweiht. Damit verweist sie zugleich auf das historische Vorbild und auf den späteren Zeitpunkt ihrer heutigen Gestalt. In der Calle Mayor erinnert außerdem das Geburtshaus von Padre Llanas an den Ordensgeistlichen, der 1843 geboren wurde. Beide Orte verbinden konkrete Namen und Jahreszahlen mit der Geschichte Binéfar: Hier steht ein rekonstruiertes gotisches Kreuz, dort ein Gebäude mit Bezug zu einer Persönlichkeit des Ortes.

San Quílez: Ermita und Wege

Die Ermita de San Quílez liegt innerhalb von Binéfar in der Sierra de Alcort, inmitten eines Kiefernwaldes. Im Gebiet von San Quílez gibt es kurze Spazierwege, die für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet sind. Der Camino de San Quílez umfasst auch längere Routen von 7 oder 13 Kilometern. Die benannten Weglängen geben dem Landschaftsbereich unterschiedliche Maßstäbe: Neben kurzen Spazierwegen gehören auch klar bezeichnete längere Strecken zum Angebot rund um San Quílez.

Traditionen zwischen Festtag und Jahreslauf

Am Ostermontag gehört in Binéfar eine Wallfahrt zur Ermita de San Quílez zur örtlichen Tradition. Dort finden neben einer Messe traditionelle aragonesische Spiele, Cucañas und Tanz statt. Eine andere kulturelle Verbindung besteht zur Ronda de la Víspera, einer mit den Fiestas Mayores von Binéfar verbundenen Tradition. Ihre Ursprünge reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück; heute wird sie unter Beibehaltung ihres Wesens an den Kalender und die Verfügbarkeit der örtlichen Rondalla angepasst. So begegnen sich in Binéfar ein religiös geprägter Festtag und eine musikalisch geprägte Tradition mit eigener historischer Entwicklung.

Urban Art und zeitgenössisches Figurentheater

Neben historischen Motiven gibt es in Binéfar zeitgenössische Kultur. Das Festival Imaginaria besteht seit 2013 und widmet sich einem zeitgenössischen Figurentheater, das eng mit der örtlichen Gemeinschaft verbunden ist. Zusammen mit dem Urban-Art-Wandbild an der Plaza La Litera zeigt sich damit eine Verbindung von alter Fotografie, lokaler Erinnerung und neuer künstlerischer Ausdrucksform. Die unterschiedlichen Kulturformen liegen dabei nicht in derselben Zeit: Das Wandbild arbeitet mit einem historischen Foto, während Imaginaria für zeitgenössisches Figurentheater steht.

Binéfar liegt weniger als 30 Minuten von Lleida und etwas mehr als zwei Stunden von Barcelona entfernt.

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