Arguis: Stausee, Wanderwege und Kulturgeschichte

Arguis zwischen Natur und Geschichte

Arguis liegt am Eingang zum Parque Natural de la Sierra y los Cañones de Guara. Die offizielle Autoroute Arguis–Belsué–Nocito verbindet an der Nordseite der Sierra de Guara Natur, Kunst und dauerhaft sichtbare Spuren menschlicher Besiedlung.

Stausee und Landschaft

Der Stausee von Arguis wurde 1704 erbaut. Er verfügt über ein bedeutendes und beliebtes Angelrevier für Bachforellen, Regenbogenforellen und Schwarzbarsche. Sein ruhiges und klares Wasser kann mit einem Kanu erkundet werden. Am Stausee befindet sich das Centro de Interpretación del Parque Natural de la Sierra y los Cañones de Guara in einem ehemaligen Forsthaus.

Der Weg Sierra de Bonés und Ermita de la Malena führt durch eine Landschaft mit kontrastreicher Vegetation. Auf der Sonnenseite wachsen Buchsbaum- und Steineichen-Gebüsche, auf der Schattenseite ein Mischwald aus Buchen und Waldkiefern. Der Weg endet an der Ermita de la Magdalena, einer Kapelle aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.

Wandern mit Weitblick

Die vierte Etappe des Camino Natural de la Hoya de Huesca endet nach der Überquerung der Sierra de Gratal in Arguis. Sie bietet Panoramablicke auf die Hoya de Huesca, die Sierra de Gratal, die Sierra de Bonés und die Pyrenäen. Auf dem Camino Natural nach Arguis wird der Fluss Isuela an zwei Stellen überquert; diese Übergänge können je nach Wasserführung unbenutzbar sein.

Die Wanderung vom Centro de Interpretación de Arguis zum Pico del Águila ist 5,3 Kilometer lang und dauert etwa 5 Stunden und 5 Minuten. Die Route zum Pico del Águila endet an Aussichtstischen mit Blick auf die Zentral- und Westpyrenäen sowie auf das Ebrotal.

Der Hayedo de Peiró ist als Zona Especial de Conservación (ZEC) Monte Peiró-Arguis geschützt. Eine Route führt durch einen dichten Buchenwald, der als südlichster Buchenwald der Provinz Huesca gilt.

Weitere Wege und Veranstaltungen

In der Sierra de Guara bietet BGuara zahlreiche Routen für verschiedene Fahrradarten. Das Perimetrail de Arguis findet jedes Jahr in zwei Trailrunning-Varianten statt und führt durch markante Orte in Arguis und seiner Umgebung.

Architektur und regionale Geschichte

In Arguis steht die Pfarrkirche San Miguel romanischen Stils aus dem 12. Jahrhundert; im 16. Jahrhundert wurde sie umgebaut. Ein aus der Pfarrkirche San Miguel stammendes Retabel aus dem 15. Jahrhundert ist im Museo del Prado zu sehen. Die Steinhäuser von Arguis tragen auf ihren traditionellen Schornsteinen sogenannte Espantabrujas oder Chamineras.

Zur Geschichte der Sierra de Gratal gehören die Schneekeller von Las Calmas. Sie wurden gebaut, um Huesca und die nahegelegenen Siedlungen mit Schnee zu versorgen. In Las Calmas in der Sierra de Gratal befindet sich eine außergewöhnliche Gruppe von acht Schneekellern, die zur Lagerung und Vermarktung von Schnee genutzt wurden. Die Reunión Invernal de Arguis findet seit 1974 ohne Unterbrechung statt.

Für Ihre weitere Reiseplanung: Serradúy, Ponzano, Torralba De Aragón, Las Almunias, Puente La Reina De Jaca, Huerta De Vero, Sin und Banastás.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huesca.

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