Alcalá De Gurrea: Kirchen, Quellen und Vogelbeobachtung
Kultur auf dem Hügel
Kirche, Baugeschichte und sakrale Kunst geben Alcalá De Gurrea ein konkretes kulturelles Profil. Die Iglesia Parroquial de San Jorge ist als katalogisiertes Kulturerbe Aragoniens eingestuft. Ihr Grundriss folgt der Form eines lateinischen Kreuzes mit geradem Chorabschluss und Querhaus; das einschiffige Langhaus umfasst sechs Joche, im hinteren Bereich liegt eine erhöhte Empore. Der Turm ist aus Ziegeln errichtet, besitzt einen quadratischen Grundriss, besteht aus drei Baukörpern und endet oben achteckig mit einem Dachreiter.
Ein weiteres bedeutendes Bauwerk ist die Ermita de Nuestra Señora de los Agudos. Das kleine spätromanische Gebäude entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf einem von Getreidefeldern umgebenen Hügel nahe dem Pantano de La Sotonera. Als Bien de Interés Cultural ist sie geschützt.
La Atalaya in Tormos innerhalb der Gemeinde Alcalá De Gurrea ist ein als Bien de Interés Cultural geschützter Wachturm. Der Wehrturm steht am nordwestlichen Rand der Hochebene Saso Plano und überblickt die Ebene La Sotonera. Auch der frühere Festungsstandort gehört zur Ortsgeschichte: Das Castillo de Alcalá de Gurrea befand sich auf dem Hügel, dessen Anhöhe heute von der Kirche gekrönt wird, und soll möglicherweise arabischen Ursprungs gewesen sein.
Spuren des Alltags und der Talsperrenzeit
Unter dem Chor der Iglesia Parroquial de San Jorge befindet sich das Museo Diocesano. Es zeigt mehrere sakrale Kunstwerke sowie verschiedene liturgische religiöse Gegenstände. Einen anderen historischen Zugang eröffnen die Cuevas vivienda. Diese ethnologischen Bauwerke liegen entlang mehrerer Straßen auf dem von der Iglesia Parroquial de San Jorge gekrönten Hügel und dienten dazu, den ärmsten Arbeitern der Talsperre Pantano de La Sotonera Unterkunft und Wohnraum zu bieten.
Zur Geschichte der mit der Talsperre verbundenen Siedlungen gehört auch die Colonia de Tormos. Die Iglesia Parroquial de San José Obrero befindet sich dort in einer zu Alcalá De Gurrea gehörenden Siedlung, die zur Unterbringung der Arbeiter der Talsperre La Sotonera und ihrer Familien bestimmt war. So stehen Sakralbauten, Wohnraum und Infrastruktur in Alcalá De Gurrea in einem nachvollziehbaren Zusammenhang mit der Arbeitswelt rund um das Wasserbauprojekt.
Auch kleinere Landschaftspunkte bewahren Spuren des gemeinschaftlichen Lebens. Fontaneta ist eine ethnologische Quelle im Huertas-Gebiet nahe dem Fluss Sotón und verfügt über ein gemeinschaftliches steinernes Waschhaus. Die Fuente de Las Pilas liegt ebenfalls nahe dem Fluss Sotón; ihre mehreren Becken dienten früher als Tränken für Arbeitstiere und Menschen.
Wasserlandschaft und Vogelbeobachtung
Alcalá De Gurrea ist Teil der ornithologischen Route La Sotonera, die speziell für Vogelliebhaber angelegt wurde. Im oberen Teil des Ortes liegt außerdem ein kleiner Aussichtspunkt mit Blick über die Ebenen La Violada, der sich zur Vogelbeobachtung eignet.
Für den Besuch von La Atalaya muss das Auto an der Straße unterhalb des Turms abgestellt und der Hügel bis zum Gipfel zu Fuß bestiegen werden. Einen anders gearteten Landschaftspunkt bildet die Fuente de la Culebra: Sie liegt im Kiefernwald an der Talsperre des Pantano de La Sotonera und wird als gut ausgeschilderter, leicht zugänglicher Erholungsbereich genutzt.
Feste im Jahreslauf
Zur lokalen Tradition rund um die Virgen de Astón gehört eine Novene, die rund neun Tage vor dem Fest beginnt und um Regen für die Felder bittet. In Alcalá De Gurrea wird am 8. Mai das Fest zu Ehren der Virgen de Astón gefeiert. Am 24. August folgt das Fest zu Ehren von San Bartolomé.
Weitere Ziele im selben übergeordneten Bereich sind Ligüerre De Ara, Ceresa, Buetas, Biniés, Ayerbe, Ponzano, Plan und Olsón.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Huesca.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
