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Tocina: Kirchen, Pilgerwege und Landschaft am Guadalquivir

Unterkünfte in Tocina

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Tocina und Los Rosales liegen in der touristischen Region Guadalquivir-Doñana. In Tocina treffen Flusslandschaft, religiöse Traditionen und eine sichtbare Baugeschichte aufeinander: Wege führen am Guadalquivir entlang, Pilger passieren Kirchen und Kapellen, während Straßenbild und Sakralbauten frühere Spuren des Johanniterordens bewahren.

File:Campo (Tocina).jpg File:Campo (Tocina).jpg Foto: CarlosVdeHabsburgo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Weitere Orte derselben übergeordneten Auswahl sind Aznalcázar, Mairena Del Aljarafe, El Coronil, Coria Del Río, Cerro de Hierro, Montellano, La Rinconada und Gines.

Kultur und Geschichte

Das heutige Straßenbild und markante Gebäude wie die Pfarrkirche San Vicente Mártir zeugen von den früheren Spuren des Johanniterordens in Tocina. Das Kirchengebäude besitzt einen basilikalen Grundriss mit drei Schiffen, einen geraden Chorabschluss und zwei quadratische Fassadentürme. Sein äußeres Erscheinungsbild folgt den maltesischen Architekturkanons des frühen 18. Jahrhunderts. Der Grundstein wurde am 18. Mai 1703 gelegt. Architektur, Bauzeit und Ordensgeschichte verbinden sich hier in einem klar erkennbaren historischen Motiv.

Ein weiteres sakrales Bauwerk ist die Ermita de la Soledad. Das barocke Gebäude beherbergt die Standbilder der örtlichen religiösen Bruderschaften und diente früher als Friedhof. Barocke Architektur und die religiösen Bruderschaften gehören damit ebenso zum baulichen Charakter Tocinas wie die ältere Geschichte rund um San Vicente Mártir.

Pilgertradition und Wege

Die siebte Etappe des Camino Benedictino führt von Norden nach Süden durch Tocina und passiert die Pfarrkirche San Vicente Mártir sowie die Kapelle San Benito Abad. Der Pilgerweg verbindet damit zwei konkrete Sakralbauten innerhalb des Orts. Eine weitere religiöse Tradition ist die Romería de la Virgen de Fátima, die seit 1958 im Mai gefeiert wird. Nach einer Messe zieht die Romería zu Fuß und zu Pferd mit dem Simpecado auf einer Kutsche zu dem als El Eucaliptal bezeichneten Gelände. Messe, Prozession, Reiter und Kutsche prägen den Ablauf dieses Festes.

Natur am Guadalquivir

Das Naturgebiet La Playita bietet am Guadalquivir Picknickplätze und zahlreiche Wege für Erholung im Freien. Auch die Route 2 von Brenes nach Tocina führt am Südufer des Guadalquivir entlang, durch Obstgärten und Baumwollfelder. So stehen am Fluss sowohl Aufenthaltsplätze mit Picknickmöglichkeiten als auch Wege durch landwirtschaftlich geprägte Landschaften nebeneinander. Der Guadalquivir erscheint dabei nicht nur als geografischer Bezug, sondern als wiederkehrendes Motiv in Naturgebiet und Route.

Radroute und Bahnverbindung

Für das Fahrrad ist die lineare Radroute Sevilla–Los Rosales–Tocina mit 49,30 km ausgewiesen. Ihre lineare Streckenführung ergänzt die Route 2 und die Wege von La Playita um eine längere Verbindung zwischen Sevilla, Los Rosales und Tocina. Für die Anfahrt mit der Bahn fährt die Cercanías-Linie C3 vom Bahnhof Sevilla Santa Justa bis zum Haltepunkt Tocina.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sevilla.

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