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Osuna: Herzogliche Stadt und kunsthistorisches Ensemble

Unterkünfte in Osuna

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Osuna ist eine herzogliche Stadt, die als kunsthistorisches Ensemble ausgewiesen ist. Ihr historischer Stadtkern zeichnet sich durch ein reiches monumentales Erbe und eine typisch sevillanische, weiß gekalkte Bebauung aus. In diesem Stadtbild treffen herrschaftliche Prägung, religiöse Baugeschichte und historische Zeugnisse verschiedener Epochen aufeinander.

File:Osuna 2.jpg File:Osuna 2.jpg Foto: Adam Cli via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kultur

Die Colegiata de Osuna wurde 1535 gegründet, nachdem D. Juan Téllez Girón, der IV. Graf von Ureña, eine päpstliche Bulle erwirkt hatte, durch die die damalige Pfarrkirche zugleich zur Stiftskirche wurde. Für ihren Bau wurde Quaderstein verwendet, der aus den Steinbrüchen von Osuna gewonnen wurde. So ist die Colegiata zugleich mit der Baugeschichte der Stadt und mit dem Material ihrer örtlichen Steinbrüche verbunden.

Das Museo Arqueológico de Osuna befindet sich heute in einem Turm des almohadischen Mauerrings aus dem 12. Jahrhundert, der im 14. Jahrhundert von den Rittern des Calatrava-Ordens umgebaut wurde. Im ersten Saal zeigt das Museum prähistorische Überreste sowie Reproduktionen iberischer Reliefs, die in Osuna gefunden wurden. Zum Museo de Osuna gehört außerdem ein „Salón de Hielo y Fuego“, der der Serie „Juego de Tronos“ gewidmet ist. Der Museumsbesuch führt damit von prähistorischen Funden über iberische Reliefs und mittelalterliche Baugeschichte bis zu einer Ausstellung mit Bezug zur jüngeren Fernsehgeschichte.

Die spätantike Nekropole von Osuna ist ein Außenbereich, der täglich kostenlos besucht werden kann. Ihre Höhlen werden überwiegend der paläochristlichen Zeit zugeordnet. Der Außenbereich und die Höhlen gehören dabei zu unterschiedlichen Aspekten derselben Nekropole: Die Anlage ist als Besuchsort bezeichnet, während die zeitliche Einordnung vor allem ihre unterirdischen Bereiche betrifft.

Geschichte

Die Semana Santa von Osuna wurde 1999 als „Fiesta de Interés Turístico Nacional de Andalucía“ anerkannt. In Osuna wurde am 10. Oktober 1548 durch die Bulle „In Supereminenti Apostolicae Sedis“ von Papst Paul III. die Errichtung eines Estudio General unter dem Patrozinium der Unbefleckten Empfängnis genehmigt. Die religiöse Tradition der Semana Santa und die institutionelle Geschichte des Estudio General stehen damit neben der älteren Bau- und Siedlungsgeschichte der Stadt.

Landschaft

Die Canteras de Osuna sind ehemalige Steinbrüche auf dem Gebiet des antiken Urso. Wegen ihrer spektakulären Steinreliefs sind sie als „Petra Andalusiens“ bekannt. Ihre heutige Bezeichnung bewahrt zugleich den Bezug zu den früheren Steinbrüchen und zum antiken Urso.

Im Coto Las Canteras diente ein natürliches Auditorium unter anderem für Fernsehdrehs, Konzerte, Rezitationen, Benefizgalas und Kulturgespräche. Die genannten Nutzungen reichen von aufgezeichneten Fernsehdrehs über musikalische und literarische Veranstaltungen bis zu Benefizgalas und Gesprächsformaten.

Das Naturreservat am Río Corbones in der Provinz Sevilla gilt als schiffbar und als besonders für Wassersportler geeignet. Die Einordnung bezieht sich auf das Naturreservat am Fluss und ergänzt die von Steinbrüchen und Reliefs geprägte Landschaft um einen wasserbezogenen Bereich.

Verkehr

Die Autobahn A-92, die den Süden mit dem Osten Spaniens verbindet, verläuft durch den Gemeindegebietsbereich von Osuna. Nach Osuna verkehren Züge aus Sevilla, Málaga, Granada, Almería und Cádiz. Für einen Aufenthalt in Osuna können Sie die Wahl eines Hotels als eigenen Teil Ihrer Reiseplanung behandeln.

Weitere Orte im Reiseüberblick sind Los Corrales, Alcolea Del Río, Sevilla, Carmona, La Luisiana, Villanueva Del Río Y Minas, Guadalcanal und Pruna.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sevilla.

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