Pruna: Sierra del Tablón, Castillo del Hierro und Olivenöl
Unterkünfte in Pruna
Pruna verbindet die Geschichte einer Grenzburg mit Bergwegen, religiösen Zielen und der örtlichen Olivenölherstellung. Das Castillo del Hierro wurde im 13. Jahrhundert als Verteidigungsanlage an der kastilisch-nasridischen Grenze errichtet. Es ist als Bien de Interés Cultural geschützt und gilt als das einzige Monument nasridischen Ursprungs in der Provinz Sevilla.
Grenzgeschichte und sakrale Orte
Die Iglesia San Antonio Abad ist eine ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert stammende Barockkirche mit zahlreichen Retabeln, Gemälden, Bildern, einem Altar und einer Kuppel. Der Cristo de la Vera Cruz aus der Schule von Pedro Roldán zählt zu ihrer Ausstattung. Die Fuente de las Lavanderas erinnert mit einem Monument an die Wäscherinnen; sie befindet sich neben dem ursprünglichen Pilar, der zunächst landwirtschaftlich und später als Waschplatz von Frauen genutzt wurde. Molinillo ist ein etwa 30 Meter hoher Wasserfall 1,5 Kilometer von Pruna entfernt, der dort entsteht, wo das Wasser zweier Bäche über einen Felsvorsprung abläuft. Der Wasserfall bildet die Kulisse für eine Getreidemühle aus dem 16. Jahrhundert.
Wege in die Sierra del Tablón
Auf der Sierra del Tablón führt ein Wanderweg ab Pruna zum El Terril, dem mit 1.129 Metern höchsten Punkt der Provinz Sevilla. Zur Landschaft an der Nordseite gehören Erdbeerbäume, Steineichen, Zistrosen und Ginster. Die Ruta Subida al Terril ist eine mittelschwere Route über 6,90 Kilometer mit einer Dauer von 2,30 Stunden. Der Abschnitt des Camino de Santiago de la Frontera durch die Provinz Sevilla beginnt in Pruna und verläuft etwas mehr als elf Kilometer bis nach Algámitas; die Etappe ist mittelschwer, 11,5 Kilometer lang und dauert etwa zweieinhalb Stunden. Die Aufstiegsroute zum Castillo del Hierro beginnt an der Fuente del Pilarillo und führt über etwa 800 Meter mit fast 200 Höhenmetern bergauf. Die Fuente del Duque besitzt vier in Stein gehauene Becken und wird von einer aus der Sierra del Tablón kommenden Quelle gespeist.
Ermitas, Prozessionen und gepflegte Riten
Nahe der Sierra del Tablón liegt die Ermita del Navazo, auch Ermita de La Pura y Limpia genannt, vier Kilometer von Pruna entfernt in einer Landschaft mit ursprünglichem Charakter. Die erhöht gelegene Ermita gilt als Aussichtspunkt über die umliegenden Sierras und als Ort zur Beobachtung des Nachthimmels. Bei der Romería de la Pura y Limpia zieht die Prozession zur Ermita; die Jungfrau fährt in einer von zwei Ochsen gezogenen, überdachten Kutsche mit. Die Pilgerfahrt in Pruna wird jährlich durchgeführt; die Romería zum Cerro del Navazo, etwa vier Kilometer vom Ortskern entfernt, wurde zwischen 1940 und 1946 wieder aufgenommen. Am Karfreitag wird in Pruna der Sermón del Descendimiento de Cristo gefeiert, ein Ritus mit Wurzeln im Mittelalter, der dort weiterhin gepflegt wird.
Olivenöl als lokales Thema
Bei der Cooperativa Pruna San Antón umfasst der Besuch einen Abstecher zu jahrhundertealten Olivenhainen, den Besuch der Ölmühle sowie eine Verkostung und Degustation von Olivenöl. Das native Olivenöl extra mit geschützter Ursprungsbezeichnung wird durch einfache Kaltpressung aus den Sorten Lechín, Picual, Hojiblanca, Manzanilla und Verdial gewonnen.
Weitere Reiseziele: Coria Del Río, Esquivel, Constantina, Cañada Rosal, El Coronil, Salteras, Los Rosales, Torrepalma.
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