Benamocarra zwischen Mudéjar-Kultur und Landschaft
Unterkünfte in Benamocarra
Ortskern, Baukunst und Landschaft
Benamocarra verbindet einen maurisch geprägten Ortskern mit Mudéjar-Baukunst und einer Landschaft, die Oliven-, Mandel- und Weinbau mit subtropischen Obstkulturen sowie Orangen- und Zitronenhainen verbindet. Vom Cerro de la Jaula bieten sich Panoramablicke auf die Sierras de Tejeda, Almijara und Alhama, das Mittelmeer und den Naturpark Los Montes de Málaga.
Ein markantes Kulturziel ist die Iglesia de Santa Ana. Sie stammt aus dem späten 16. Jahrhundert, steht in Benamocarra unter umfassendem architektonischem Schutz und besitzt drei Schiffe. Über dem Hauptschiff befindet sich eine achteckige Dachkonstruktion im Mudéjar-Stil. Auch der Außenturm folgt diesem Bautyp und hat einen rechteckigen Grundriss.
Der Ortskern bewahrt einen maurisch geprägten Grundriss mit unregelmäßigen Straßen, ehemaligen Adarven, weiß getünchten Häusern und Innenhöfen mit Torbögen. Zwölf über Benamocarra verteilte Keramikmurals erzählen die Geschichte des Ortes seit der Zeit der arabischen Herrschaft. Zu den kleineren historischen Stationen gehört Santo Chiquito, eine Kapelle, die nicht für den Gottesdienst eingerichtet ist und im Inneren ein kleines Mosaikbild Christi enthält.
Museen und Spuren des Gemeindelebens
Die Fuente de Los Caños entstand aus einer Quelle hinter einem heute verdeckten arabischen Bogen und besitzt drei Ausläufe. Sie diente als Waschplatz und war dadurch auch ein üblicher Treffpunkt der Gemeinschaft. So steht dieses Bauwerk zugleich für die Wasserversorgung und für einen früheren sozialen Mittelpunkt des Ortes.
Das Geburtshaus des Komponisten Eduardo Ocón Rivas in Benamocarra ist heute ein Museum. Eine Mühle aus dem späten 18. Jahrhundert ist ebenfalls als Museum eingerichtet; zu ihr gehören Mühlsteine, ein Hof, Keller sowie mehrere Räume. Die Noria de San Marcos ist mit der mittelalterlichen Tradition verbunden. Das Casa Natal Eduardo Ocón gehört in Benamocarra zur Kategorie „Contemporánea“ und ist mit dem Eintrag „PEI“ verbunden.
Musikfest und regionale Traditionen
Der Día de la Música findet jedes Jahr im September zu Ehren des örtlichen Komponisten Eduardo Ocón Rivas (1833–1901) statt und ist als Fest von besonderer touristischer Bedeutung für die Provinz anerkannt. Zum Fest gehören Rondalla-Gruppen, Pandas de Verdiales und Konzerte klassischer Musik. Außerdem werden typische Gerichte und andere traditionelle Spezialitäten der Gemeinde verkostet.
Wanderroute und Orientierung
Für eine aktive Erkundung steht die Wanderroute Benamocarra–Iznate–Macharaviaya zur Verfügung. Sie hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad, ist 11,6 Kilometer lang und dauert etwa 3,5 bis 4 Stunden. Die Route verbindet damit mehrere Orte in einer klar bemessenen Tour, während die Keramikmurals, Brunnen und historischen Gebäude den Ortskern als kulturellen Erlebnisraum prägen.
Mit dem Auto ist Benamocarra über die A7 bis zur Ausfahrt Vélez-Málaga erreichbar; anschließend führt die MA-3115 weiter nach Benamocarra. Historisch verband eine Buslinie den Ort mit Vélez-Málaga und Torre del Mar. Benamocarra ist außerdem eine von sechs Gemeinden an der Ruta del Sol y del Aguacate durch die Axarquía.
Weitere Reiseziele: Cajiz, Villanueva Del Rosario, Torre de Benagalbón, Casares, Los Morales, Cortes De La Frontera, Manilva, Canillas De Aceituno
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