Cortes De La Frontera: Natur, Wandern und Geschichte

File:Two oriel windows in stone, Cortes de la Frontera, Málaga Province, Spain (23104694823).jpg File:Two oriel windows in stone, Cortes de la Frontera, Málaga Province, Spain (23104694823).jpg Foto: Spencer Means from New York City, USA via Source, CC BY-SA 2.0

Natur

Das Cañón de las Buitreras ist ein geologisches Naturdenkmal und eine vom Fluss Guadiaro geformte enge Schlucht mit Karstgängen, Höhlen und zahlreichen Wasserfällen. Das Naturdenkmal umfasst eine Fläche von 21,9 Hektar. Es gehört zu den Gemeinden Cortes de la Frontera, Benalauría und Benarrabá in der Provinz Málaga. In den steilen Felswänden brütet eine bedeutende Kolonie von Gänsegeiern, während in den Gewässern der Schlucht Fischotter leben.

Der Naturpark Los Alcornocales ist ein Gebirgskomplex mit dem größten Korkeichenwald der Iberischen Halbinsel. Dieser Korkeichenwald befindet sich in einem ausgezeichneten Erhaltungszustand. Die Laguna del Moral ist ein saisonaler Lebensraum für Molche und Frösche. Damit stehen im Naturteil unterschiedliche Landschafts- und Lebensraumtypen nebeneinander: die enge, vom Guadiaro geformte Schlucht mit ihren Fels- und Wassermerkmalen, der großflächige Korkeichenbestand und die saisonal geprägte Laguna del Moral. Die beschriebenen Tierarten sind jeweils an diese konkreten Lebensräume gebunden.

Wandern und Geschichte

Der Wanderweg La Sauceda führt durch ein kleines Tal, das vom Arroyo Rosada Llana beziehungsweise Pasadallana gebildet wird. Der Weg führt vorbei an der alten Getreidemühle Molino del Mondo und an der früheren Siedlung La Sauceda. Von dieser Siedlung sind die Reste einer Kapelle erhalten. Die Kapelle diente zeitweise auch als Schule.

La Sauceda war über Jahrhunderte ein Zufluchtsort für Banditen und für Menschen, die aus ihren Wohnorten verdrängt worden waren. Während des Spanischen Bürgerkriegs wurde die Siedlung von den franquistischen Truppen schwer getroffen. Sie wurde sogar aus der Luft bombardiert. Wer den Wanderweg La Sauceda einplant, benötigt dafür eine behördliche Genehmigung. Diese Voraussetzung gehört unmittelbar zur beschriebenen Route und sollte bei der eigenen Planung vor dem Besuch berücksichtigt werden. So bleiben der Weg durch das vom Bach gebildete Tal, die Mühle und die Siedlungsreste ebenso Teil der Routendarstellung wie die zeitweise Nutzung der Kapelle als Schule und die dokumentierte Geschichte von Flucht und Krieg.

Kultur

Die Route de Levante beginnt in Cortes de la Frontera und führt unter anderem zu den römischen Ruinen von Saeponta. In Cortes de la Frontera befindet sich die Pfarrkirche Nuestra Señora del Rosario, die mit einer bedeutenden Wallfahrt verbunden ist.

Bei den XXII Jornadas Micológicas in Cortes de la Frontera am 3. und 4. Februar 2024 waren Exkursionen ins Gelände vorgesehen. Workshops widmeten sich der Bestimmung und Zucht. Auf dem Programm standen außerdem Micotapas beziehungsweise Micotapa-Routen, Live-Kochen und Verkostungen. Fotowettbewerbe und Ausstellungen gehörten ebenfalls zu den vorgesehenen Programmpunkten.

Die XXII Jornadas Micológicas von Cortes de la Frontera wurden als Fiesta de Singularidad Turística Provincial ausgezeichnet und finden seit 2002 statt. Die Ausgabe vom 3. Februar 2024 verband dabei den zeitlich festgelegten Veranstaltungstermin mit den genannten Angeboten aus Geländeexkursionen, Workshops, Gastronomie, Fotografie und Ausstellung.

Weitere Orte

Weitere Orte im selben übergeordneten Zielraum sind Los Morales, Serrato, Sedella, Frigiliana, Sayalonga, Salares, Almargen und Mijas.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Málaga.

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