Alcaucín zwischen Neandertaler-Geschichte und La Maroma

AlcaucÍn Foto: A.Janßen

Archäologische Geschichte und Berglandschaft

Alcaucín (Málaga) verbindet archäologische Geschichte mit Berglandschaft und lokaler Tradition. Im Gemeindegebiet ist die Cueva del Boquete de Zafarraya ein Bien de Interés Cultural (BIC) der Kategorie archäologische Zone. Bei den Ausgrabungen wurden menschliche Überreste gefunden, die das Fortbestehen von Neandertalern in Andalusien bestätigen. Außerdem erbrachten die Ausgrabungen Funde aus dem Jungpaläolithikum und dem Neolithikum, die auf eine kontinuierliche Besiedlung der Höhle hinweisen.

Vorgeschichte im CIVA

Diese Vorgeschichte wird im Centro de interpretación Valle de Alcaucín (CIVA) mit Repliken von Neandertaler-Knochenfunden, Modellen von Neandertalerfamilien und Informationstafeln gezeigt. Das CIVA umfasst 600 Quadratmeter auf zwei Etagen. Eine Etage widmet sich der Vorgeschichte, die andere der Geschichte von Alcaucín als Grenzgebiet. Die Aufteilung ordnet den Besuch nach zwei Themenfeldern: den frühen Spuren menschlicher Besiedlung und der historischen Entwicklung des Ortes.

El Alcázar, Los Tajos del Alcázar und Pedro Aguilar

In und um El Alcázar treten Natur- und Geschichtsthemen unmittelbar nebeneinander. El Alcázar verfügt über reichlich Wasser und Vegetation sowie über zahlreiche unterschiedliche Anlagen für die öffentliche Nutzung. In der Umgebung von El Alcázar sind die Ruinen einer alten arabischen Befestigung erhalten. Ebenfalls dort liegt das Naturdenkmal Los Tajos del Alcázar. Vom Aussichtspunkt Pedro Aguilar lassen sich der Stausee La Viñuela und das Mittelmeer beobachten.

Der Aussichtspunkt Pedro Aguilar ist vom Cortijo del Alcázar zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Außerdem ist die Anfahrt mit einem motorisierten Fahrzeug über einen kleinen befahrbaren Wirtschaftsweg möglich, der vom Weg zwischen Alcázar und Alcauca abzweigt.

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Wanderweg Alcázar-La Maroma

Der Wanderweg Alcázar-La Maroma beginnt am Erholungsgebiet Cortijo del Alcázar, das von Alcaucín aus über den Camino del Alcázar nach etwa 6 Kilometern erreicht wird. Der Weg hat eine einfache Strecke von 10.523 Metern, ist linear angelegt und als schwierig bis sehr schwierig eingestuft. Er führt auf die 2.068 Meter hohe La Maroma; für den Wanderweg wird eine Dauer von 8:30 Stunden angegeben. Wer ihn in eine Etappe einordnet, kann für die eigene Planung die lineare Wegführung, die Strecke, die Schwierigkeit und die angegebene Dauer gemeinsam berücksichtigen.

Fiesta de la Castaña

Zur lokalen Prägung gehört die Fiesta de la Castaña. Sie bewahrt in Alcaucín eine alte Tradition zu Allerheiligen, bei der traditionell in der Region geerntete Kastanien eine Rolle spielen. Damit erhält neben Höhle, Kulturzentrum und Bergweg auch ein regionales Ernteprodukt seinen festen Platz in der Ortsgeschichte.

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