Zum Inhalt

Huesa: Natur, Wege und andalusische Kultur

Unterkünfte in Huesa

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Zwischen Kalkrücken und Schluchten

Huesa liegt in einer Landschaft mit deutlichen Gegensätzen: Im Norden und Nordosten ist das Gebiet bergig, während sich in tieferen Lagen Kiefernwälder und Olivenparzellen abwechseln. Zum Guadiana Menor hin wird das Gelände sanfter; dort finden sich Weiden, Buschland, Thymianbestände und Espartograsflächen. Zugleich prägen ein zerklüftetes Relief und tief eingeschnittene Schluchten die Umgebung. Die Vegetation umfasst Kiefernwälder, einheimische Nadelbäume, Buschland, Weiden und Auwälder. Zur Tierwelt gehören unter anderem Wanderfalken, Schwarzmilane, Füchse, Wildschweine und Forellen.

File:Comarca Cuencas Mineras, T.M. Huesa del Común, provincia de Teruel, España.jpg File:Comarca Cuencas Mineras, T.M. Huesa del Común, provincia de Teruel, España.jpg Foto: Juan Emilio Prades Bel via Source, CC BY 4.0

Vom Ort aus sichtbar sind die Picos del Guadiana, ein südlich der Stadt am Guadiana Menor gelegener Kalkrücken. Als geomorphologisch markante Formation ragen dort senkrecht stehende Kalksteinschichten aus weichen Tonen empor. Der Pico del Caballo erreicht 1.464 Meter und ist damit der höchste Punkt im Gebiet von Huesa.

Wasser, Wege und alte Befestigungen

In der näheren Umgebung liegt die Cueva del Agua, ein Naturort mit Wasserfall. Nordöstlich des Ortskerns ist sie zu Fuß über einen direkt aus Huesa führenden Weg erreichbar. Ebenfalls nordöstlich des Ortskerns verbindet La Cerradilla eine natürliche Quelle mit den Resten einer arabischen Burg; auch dieser Ort ist zu Fuß erreichbar.

Mehrere Wanderwege erschließen unterschiedliche Seiten der Landschaft. Der Weg Calle de los Moros SL-A257 ist 3,6 Kilometer lang und als leichter linearer Hin- und Rückweg zu den Resten einer nasridischen Zisterne und der nasridischen Burg von Huesa angelegt. La Mesa bildet eine mittelschwere, 10 Kilometer lange Rundstrecke mit Hin- und Rückweg. Sie beginnt an der Ausfahrt von Huesa in Richtung Quesada an der A-315 und folgt den kommunalen Wegmarkierungen LM3. Der vier Kilometer lange, leichte Weg Área recreativa El Merendero Boca del Caballo startet in El Rincón und führt zu einem Picknickplatz mit Möglichkeiten zur Landschafts- und Naturbeobachtung im Gebiet Boca del Caballo.

Spuren von Bronzezeit bis Industriegeschichte

Cerro Negro ist eine Siedlung aus der späten Bronzezeit. Auf vier terrassenförmig angelegten Stufen sind niedrige Steinbaureste zu erkennen. Zu den Resten der Festung von Huesa im Bereich der Calle de los Moros gehört eine doppelte Befestigungsmauer aus dem 11. Jahrhundert. Die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Cabeza bewahrt die architektonische Prägung der Sakralarchitektur des 18. Jahrhunderts. Ihr quadratischer Turm besitzt vier von Rundbögen überdeckte Öffnungen und ein Walmdach.

Im Paraje de Hutar beziehungsweise am Nacimiento de Hutar liegt die Molino Harinero el Gato. Die elektrische Getreidemühle ist zwischen 1950 und 1959 datiert und umfasst Elevatoren, Lagerbehälter sowie getrennte Räume für das Mahlen und die Maschinen. In ihrer Umgebung sind der frühere Wasserkanal mit zugemauerten Bögen und Mühlsteine erhalten. Auch die Espartoverarbeitung gehört zur örtlichen Tradition: In Huesa werden Matten, Körbe, Lastkörbe, Tiertragekörbe und Flaschenhüllen hergestellt; Esparto wird weiterhin verarbeitet und gesammelt.

Feste mit religiösen und kulinarischen Traditionen

Die Feierlichkeiten zu San Silvestre beginnen mit dem Verbrennen der sogenannten Castillos del Santo auf dem Kirchplatz. Dazu gehören Gesang, Tanz und das Überspringen von Flammen und Glut. Die Rollen von Capitán, Abanderado und Guinche werden per Los vergeben; anschließend folgen eine von Trommelklängen begleitete Prozession und eine Vorführung im Umgang mit der Fahne. Zum Fest werden die großen Huesaer roscos de baño blanco angeboten, die am folgenden Tag, dem 1. Januar, versteigert werden.

Anzeige

Beim Fest von San Marcos am 25. April werden nach der Messe tortas del Santo an die Gottesdienstbesucher verteilt. Während des Fronleichnamsfests gestalten die Anwohner die Straßen des Prozessionswegs mit geschmückten Balkonen und Altären. Das Patronatsfest Nuestra Señora de la Cabeza findet am 26. April statt und umfasst eine Wallfahrt zur Marienkapelle, religiöse Feiern sowie ein gemeinsames Essen in der Umgebung.

Auch die örtliche Küche trägt eigene Bezeichnungen. Die gachas picantes aus Huesa werden aus Mehl, getrockneten roten Paprikaschoten, gerösteten Paprikaschoten und scharfen Zutaten zubereitet. Andrajos mit Fleisch aus der Niederwildjagd werden in Huesa örtlich als talarines bezeichnet.

Anreise

Huesa ist über die A-315 erreichbar, die den Ort im Norden mit Quesada und im Süden mit Hinojares verbindet. Der Bahnhof Estación de Huesa liegt bei Kilometer 82,7 an der iberischen Breitspurstrecke Linares-Baeza–Almería zwischen den Bahnhöfen Larva und Cabra del Santo Cristo-Alicún.

Weitere Orte

Cazalilla, Rus, Iznatoraf, Bailén, Bélmez De La Moraleda, Guarromán, Alcalá La Real, Siles

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jaen.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.
Anzeige