Puebla de Guzmán – Wege, Feste und Bergbaugeschichte

File:Ermita de la Virgen de la Peña - La Puebla de Guzmán.jpg File:Ermita de la Virgen de la Peña - La Puebla de Guzmán.jpg Foto: Jose A. via Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Wege, Höhe und Weitblick

In Puebla de Guzmán weisen Überreste auf prähistorische Ursprünge sowie auf die Anwesenheit römischer und muslimischer Zivilisationen hin. Der Camino del Risco verläuft zwischen Puebla de Guzmán und dem Stausee El Risco, beginnt an der Fuente El Chorrito und ist eine mittelschwere, vier Kilometer lange Route zum Wandern, Radfahren und Reiten.

Zur Peña führt der Weg auf den Cerro del Águila, der über 380 Meter über dem Meeresspiegel liegt und hohen landschaftlichen Wert besitzt. La Peña bietet Ausblicke über das Andévalo, die Ausläufer der Sierra de Aracena, die Küste von Huelva und Portugal; außerdem wird sie zum Klettern und zur astronomischen Beobachtung genutzt. Auf dem Cerro steht die Ermita de la Virgen de la Peña, etwa vier Kilometer von Puebla de Guzmán entfernt, wahrscheinlich im 16. Jahrhundert erbaut.

Der Camino de la Pared, auch Vereda del Camino de Huelva genannt, verbindet das Ortszentrum mit der Rivera de la Cobica. Die breite Pistenroute zum Wandern, Radfahren und Reiten weist einfache Steigungen und wenig Verkehr auf; am Ende bieten sich Ausblicke auf die Rivera de la Cobica, einen Zufluss des Stausees Presa del Andévalo. Der Spaziergang Puebla–Las Herrerías beginnt am Instituto, dauert für Hin- und Rückweg weniger als zwei Stunden und ist abgesehen von leichten Anstiegen und Gefällen weitgehend eben. Del Molino a la Fuente führt über einen Fußweg an Wegen, Bäumen, Sträuchern und dem Molino de la Horca vorbei und bietet Panoramablick auf die Comarca Andévalo.

Kultur zwischen Kirchen und Windmühlen

Die restaurierte Windmühle La Horca steht an der Straße in Richtung Cabezas Rubias in einem neu eingerichteten Erholungsgebiet und gehört zu den Windmühlen des Andévalo, die als besuchbar gelten. Die restaurierte Windmühle Pozo de Bebé steht neben zwei unrestaurierten Mühlen am Weg zur Ermita de la Peña. Das Castillo de Alfayat diente während der muslimischen Epoche als strategisch bedeutender Verteidigungsstützpunkt und soll zwischen 1262 und 1298 erbaut worden sein; in seinem Inneren entstand im 16. Jahrhundert die Kirche La Santa Cruz. Das Convento de María Auxiliadora, auch Beaterio de la Orden Tercera de San Francisco de Nuestra Señora de los Milagros genannt, wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut und ist eines der wenigen noch bestehenden Beaterios in der Provinz Huelva.

Die Romería de la Virgen de la Peña findet jedes Jahr im April zu Ehren der Jungfrau von La Peña am Cerro del Águila statt und ist als Fiesta de Interés Turístico Nacional de Andalucía eingestuft; die Einstufung erfolgte durch eine Resolution vom 14. April 1999. Die Bajada de la Virgen de la Peña findet alle sechs Jahre am ersten Septemberwochenende statt. Dabei wird das Bildnis in einer Prozession von der Ermita nach Puebla de Guzmán getragen, etwa vierzig Tage lang in der Kirche La Santa Cruz verehrt und kehrt nach einer Novene in die Ermita zurück. Während der Romería kommen zahlreiche Besucher zum Pozo Bebé, um den Beginn des Aufstiegs der Reiter zur La Peña zu sehen. Die alte künstlerische Ausdrucksform Danza de las Espadas ist mit den Veranstaltungen der Romería verbunden; Männer fassen sich an den Schwertern und bilden bewegte Figuren.

Bergbau, Feste und lokale Traditionen

In der Umgebung von Las Herrerías gibt es zwei Tagebauschnitte, einen neben dem Schacht Guadiana und einen weiteren bei Santa Bárbara. Der Corta Guadiana bildet eine abgestufte, umgekehrte Kegellandschaft von mehreren Dutzend Metern Tiefe und mehreren Hundert Metern Breite und ist teilweise mit Wasser bedeckt. Im Ortsteil Las Herrerías wird jedes Jahr am 4. Dezember zu Ehren der Schutzpatronin der Bergleute das Fest der Santa Bárbara gefeiert, zu dem eine Prozession durch das Viertel und das Bergbaugebiet gehört.

ANDECAB wurde in Puebla de Guzmán ins Leben gerufen, um eine frühere Viehmesse wiederzubeleben, und umfasst einen morphologischen und funktionalen Wettbewerb für Pferde der Rasse Pura Raza Española (PRE). Der Wettbewerb wird seit 1987 zusammen mit den Augustfesten und -messen von Puebla de Guzmán veranstaltet, abgesehen von zwei wegen der Pferdepest ausgefallenen Ausgaben. Zu den lokalen kulinarischen Traditionen gehören das Sammeln, Zubereiten und Verzehren von Gurumelos und Turmas; die Gurumelo-Saison liegt zwischen Januar und März. Beim Encaje de malla de Puebla de Guzmán wird zunächst ein Netz aus Fäden hergestellt und anschließend bestickt.

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Weitere Ziele

Weitere Ziele sind Rosal de la Frontera, Paterna Del Campo, Zufre, Santa Olalla del Cala, Punta Umbría, Huelva, Corteconcepción und El Cerro De Andévalo.

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